Dance Theatre

H / A / U / T

Musiktheatertage Wien, 9. & 11.09.2016
Transart 20.09.2016

eine Produktion von PHACE und Cie. Off Verticality, in Koproduktion mit Musiktheatertage Wien, mit Unterstützung des BKA Kunst & Kultur, Stadt Wien, Land Oberösterreich und Stadt Linz. Mit freundlicher Unterstützung der Anton Bruckner Privatuniversität.
music

Jagoda Szymtka

Choreography

Rose Breuss

Dancer

Cie. Off Verticality

Idea

Reinhard Fuchs

SOUND Design

Christina Bauer

 

PHACE

Sylvie Lacroix, flute
Yaron Deutsch, electric guitar
Mathilde Hoursiangou, piano/sampler
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova, violin
Sophia Goidinger-Koch, viola
Roland Schueler, cello

In H / A / U / T spielen Rose Breuss, Jagoda Szmytka und PHACE mit Klängen, Bildern und Geräuschen und nehmen die Körperlichkeit von Klang in den Blick. Jagoda Szmytka sieht sich eher als Regisseurin, ihre Werke verweben – neben den klanglichen Materialien – Video und Elektronik, analoge und digitale Medien zu einem vielschichtigen Gesamtkunstwerk, das damit am Puls der Zeit liegt und den traditionellen Begriff Neuer Musik aufbricht und erweitert. Dadurch beschränkt sich die Komposition nicht nur auf das Arrangieren von Tönen, sondern dirigiert Menschen, Gesten und Aktionen, die Rose Breuss in ihrer Choreografie aufgreift und verarbeitet.
„Klang berührt die Haut, durchdringt Stoffe, geht in die Knochen, ist direkt. Körper, die in den Klang eintauchen, werden nicht nur berührt – sie werden zu einer Einheit mit dem Klang“.
Die 7 Tänzer und Tänzerinnen erweitern die Denkfiguren der Komponistin durch die unmittelbar physischen Re – Aktionen auf den musikalischen Klang. Sie brechen die Einheit der Musik auf, indem sie die Schichten der Musik dynamisieren, in den Raum hineinprojizieren und Bedeutungen freilegen. Bewegungen werden über die Haut identifiziert.
Die Haut ist schneller als der Blick.

Ihre Sensorik reizt das Tempo der Empfindungen. Druck, Vibration, Dehnung, Temperatur und Schmerz verteilen sich über die Haut auf den ganzen Körper und reizen die Bedeutungen der Bewegungen aus.
Als Basis dienen Werke der polnischen Komponistin Jagoda Szmytka. „In vielschichtigen Konstellationen wirft sie mit ihrer Musik neue Blickwinkel auf die Kunst und auf soziale Fragen. Szmytka untersucht soziale und zwischenmenschliche Prozesse wie Kommunikation oder die Bildung von Identitäten – oft im Zusammenhang mit Phänomenen, die unser heutiges Leben beeinflussen (Internet, Globalisierung).“  „Ihre Musik ist Körper“, schreibt Michael Rebhahn (in Porträt-CD „bloody cherries“ (WERGO 2014) weiters über ihre Musik und so sind auch die körperlichen Aspekte bei der Musikentstehung für die Komponistin entscheidend. Dabei treibt Szmytka sowohl die Interpreten an ihre physischen Grenzen wie auch sich selbst im Rahmen des Kompositionsprozesses.

Pressemeldung zu H/A/U/T vom 22.09. 2016 Neue Südtiroler Tageszeitung, Heinrich Schwazer

Wie von Klängen galvanisiert bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer. Ihre Figuren verformen ihre Körper bis ins Absurde, zucken spastisch und bewegen sich, als suchten sie ihre schmerzenden Gieder mühselig wieder zusammen. …Das Ensemble PHACE modelliert diese Spannungsmomente griffig und bietet mit dieser engergetischen Materialität des Klangs die Fläche, an der das Tanzensemble seine Nervenenden andocken kann. […] Der Instrumentenkorpus lockt den Tanzkörper bis in seine geheimsten Geräuschecken hinein…
Jagoda Szmytka

Jagoda Szmytka, geb. 1982 in Legnica (Polen), studierte zunächst Kunstgeschichte und Philosophie, anschließend Musiktheorie & Komposition in Wrocław (Polen). Es folgten Aufbaustudien in Komposition bei Pierluigi Billone (Graz), Beat Furrer (Graz und Frankfurt a. M.) und Wolfgang Rihm (Karlsruhe). Unter Anderem erhielt sie Stipendien des DAAD und der Kunststiftung Baden Württemberg, sowie Arbeitsstipendien am Herrenhaus Edenkoben, La Muse en Circuit (Frankreich) und der Villa Serpentara (Italien). Szmytka arbeitet regelmäßig als Gastkünstlerin am ZKM in Karlsruhe. Sie erhielt für Ihre Musik u.a. das Straubach Honorarium und den Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik. 2014 erschien in eine Porträt-CD in der „Edition zeitgenössische Musik“ des deutschen Musikrats.

Ihre Werke werden international gespielt, u. a. beim Warschauer Herbst, dem Eclat-Festival Stuttgart, den Darmstädter Ferienkursen, dem Ultraschall-Festival Berlin, dem Lucerne Festival, Wien Modern, beim Deutschlandfunk Köln, Royaumont, Akademie der Künste und  der Nationaloper in Warschau. Sie hat mit dem Ensemble Garage, ensemble mosaik, ensemble recherche, Ensemble l’arsenale, MAM Manufaktur für Aktuelle Musik, Ensemble Interface, dem European Workshop for Contemporary Music, dem duo leise dröhnung und Kwartludium zusammen gearbeitet. Seit 2015 leitet Jagoda Szmytka die von ihr gegründete Plattform für künstlerische und kulturelle Initiativen „PLAY“ in Frankfurt am Main.
http://www.jagodaszmytka.com/jagoda_szmytka.html

Rose Breuss

Studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien, Theaterschool Amsterdam, Temple University Philadelphia, USA
University of Surrey, Labanotation Institute.
Choreographierte u.a. für das Niederösterreichische Donaufestival, Wiener Festwochen, Kammeroper Wien, dieTheater Künstlerhaus, Österreichische Galerie Belvedere, Kunststiftung Essl – Klosterneuburg, Ballettschule der Wiener Staatsoper, Posthof Linz, Staatsgalerie Stuttgart, szene bunte wähne, Odeon, TanzTheaterWien, x-IDA Kompanie, Jeunesse musicale, Wiener Konzerthaus, Klangforum Wien, Tanzquartier Wien, Grand Theatre Luxemburg und Philharmonie Luxemburg, Festspielhaus St. Pölten ….

Ausgezeichnet mit dem Max Brand Preis für Experimentelle Musik, dem
Theodor Körner Preis für Wissenschaft und Kunst und der Prämie des Bundeskanzleramtes für die Choreographie „Drift“

http://www.rosebreuss.com

Event Dates

September 2016
  • Date
    Project
    Location
  • 09.Sep.2016 19:30

    H / A / U / T

    Musiktheatertage Wien, Kabelwerk

    In der Tanztheaterproduktion H / A / U / T spielen Jagoda Szmytka, Rose Breuss, und PHACE mit Klängen, Bildern und Geräuschen und nehmen die Körperlichkeit von Klang in den Blick.

    „Klang berührt die Haut, durchdringt Stoffe, geht in die Knochen, ist direkt. Körper, die in den Klang eintauchen, werden nicht nur berührt - sie werden zu einer Einheit mit dem Klang“.  

    Uraufführung bei den Musiktheatertagen Wien (9. & 11.09.2016) und anschließend Gastspiel beim Festival Transart (20.09.2016)

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  • 11.Sep.2016 19:30

    H / A / U / T

    Musiktheatertage Wien, Kabelwerk

    In der Tanztheaterproduktion H / A / U / T spielen Jagoda Szmytka, Rose Breuss, und PHACE mit Klängen, Bildern und Geräuschen und nehmen die Körperlichkeit von Klang in den Blick.

    „Klang berührt die Haut, durchdringt Stoffe, geht in die Knochen, ist direkt. Körper, die in den Klang eintauchen, werden nicht nur berührt - sie werden zu einer Einheit mit dem Klang“.  

    Uraufführung bei den Musiktheatertagen Wien (9. & 11.09.2016) und anschließend Gastspiel beim Festival Transart (20.09.2016)

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  • 20.Sep.2016 20:30

    H / A / U / T

    Bozen, Transart

    In der Tanztheaterproduktion H / A / U / T spielen Jagoda Szmytka, Rose Breuss, und PHACE mit Klängen, Bildern und Geräuschen und nehmen die Körperlichkeit von Klang in den Blick.

    „Klang berührt die Haut, durchdringt Stoffe, geht in die Knochen, ist direkt. Körper, die in den Klang eintauchen, werden nicht nur berührt - sie werden zu einer Einheit mit dem Klang“.  

    Uraufführung bei den Musiktheatertagen Wien (9. & 11.09.2016) und anschließend Gastspiel beim Festival Transart (20.09.2016)

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