ensemble – electronics

PHACE | FOUR WALLS

our series at
Wiener Konzerthaus
2021/22

 

CONDUCTORS
Nacho de Paz
Johannes Kalitzke

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …

Selten waren die eigenen vier Wände so mit Bedeutung aufgeladen wie in den vergangenen Monaten. Die Pandemie hat soziale und künstlerische Barrieren geschaffen, gefühlte meterhohe Mauern um uns herum hochgezogen. Wände definieren Begrenzungen, schaffen Distanz, trennen und entfremden. Zugleich schaffen sie aber einen neuen Potentialraum, der in dieser schwierigen Zeit auch als Quelle der Kreativität und hoch konzentrierter künstlerischer Arbeit genutzt wurde. Ein Spielfeld für die Kunst, Fundament, Leinwand und Projektionsfläche. Mit dem Zyklus FOUR WALLS widmet sich das PHACE den Wänden, den Räumen dazwischen und dem, was außerhalb liegt oder entstehen könnte und wirft einen Blick auf den vielfältigen künstlerischen Umgang mit Einsamkeit, Isolation, Entschleunigung und ihren Auswirkungen. FLASHFORWARD betrachtet die Kontraste zwischen strömendem Fluss und fester Form, zwischen künstlicher Landschaft und natürlicher Umwelt. In SPARKS & FLARE brechen sich Klänge an den Wänden, reflektieren flirrend zurück und füllen den Raum wie ein Kaleidoskop mit mikroskopischen Skulpturen und Momenten. HAPPINESS sucht in Stillstand und Fortschritt den Realitätsbezug und betrachtet das Eigene und Fremde im Spiegel des medialen Zusammentreffens. Christoph Herndlers BUCHE UND BLATT zeichnet schließlich mit geometrischer Präzision Fenster in die Wände und öffnet das Blickfeld für den freien Klangraum dahinter.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

Termine in diesem Zyklus
FR 18.11.2021 KH Zyklus 1 – PHACE | FLASHFORWARD – ensemble & electronics
DI 13.01.2022 KH Zyklus 2 – PHACE | SPARKS & FLARE  – ensemble
DI 30.03.2022 KH Zyklus 3 – PHACE | HAPPINESS – ensemble & electronics
DO 10.05.2022 KH Zyklus 4 – PHACE | BUCHE UND BLATT – ensemble

Details zum Programm finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

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ensemble  & electronics

PHACE | BUCHE UND BLATT

10.May.2022 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal

PHACE Series 21/22 – N°4

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

ARTISTS

PHACE

 

PROGRAMM

Christoph Herndler
BUCHE UND BLATT
für Ensemble, 2020/21 (UA)  D: 55‘
ein Auftragswerk von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Die Notation nimmt in den Werken von Christoph Herndler einen zentralen Stellenwert ein. Seine Partituren sind geometrisch präzise konstruierte Grafiken und stellen schon für sich alleine genommen Kunstwerke dar. Das visuelle Konstrukt der Notation dient dabei gleichzeitig als ordnendes Prinzip und als Mittel, musikalisch unvorhergesehene Situationen und akustisch erstaunliche Momente zu erzeugen. Die rigiden geometrischen Formen sorgen für einen geregelten Ablauf aus musikalische Freiräumen. Als selbstorganisierendes System kann diese Form der Ordnung auf ein Dirigat verzichten, weil alle Beteiligten zu jedem Zeitpunkt die gesamte Form der Komposition vor Augen haben. Die musikalische Form und das Hörerlebnis in Buche und Blatt entstehen daher aus einem antihierarchischen und gleichberechtigten Zusammenspiel der MusikerInnen, geleitet durch eine gemeinsame visuelle Ebene. Die konkreten klanglichen Ereignisse sind dabei weniger Folge des persönlichen und improvisatorischen Ausdrucks der InstrumentalistInnen, vielmehr sind Variabilität und Vielfalt der Musik bereits in der Notation erfasst und entstehen direkt aus der Geometrie.

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PHACE | HAPPINESS

30.Mar.2022 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal

PHACE Series 21/22 – N°3

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

ARTISTS

PHACE

 

PROGRAMM

Igor C Silva
Smart-alienation

für flexibles kleines Ensemble, Elektronik und Video, 2016 (ÖEA) D: 8′

Marta Sniady
4 rituals of women’s happiness

für Flöte, Saxophon, E-Gitarre, Cello, Percussion, Video und Elektronik, 2019  (ÖEA) D: 12‘

Mirela Ivicevic
Neues Werk
für kleines Ensemble, 2021 (UA) D: 13’
ein Auftragswerk von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Pierre Jodlowski
This Leads To An Emotional Stasis

für Violine, Klavier, Percussion, Video, Licht und Elektronik, 2016 (ÖEA) D: 24′

 

HAPPINESS sucht in Stillstand und Fortschritt den Realitätsbezug und betrachtet das Eigene und Fremde im Spiegel des medialen Zusammentreffens.

Smart-alienation von Igor C Silva betrachtet das in Smartphones und Co. inhärente Potential von Eskapismus und Realitätsflucht und richtet den Blick darauf, inwieweit uns neue Technologien immer weiter von der Wirklichkeit entfremden.  Marta Sniady stellt in 4 Rituals of Women’s Happiness den medial und online verstärkten Schönheitskult unserer Gesellschaft ins Zentrum. Sie entlarvt die kultischen Mechanismen im Heilsversprechen der Selbstoptimierung das in der Werbung vor allem an Frauen gerichtet wird. Das tägliche Schönheitsritual als religiöse Handlung, als Weg ins Paradies und die Indoktrinierung zum kosmetischen Konsumismus bilden das Zentrum ihres Stücks.

Die Musik von Mirela Ivičević spannt meist surreale Räume auf, baut aus denaturierten Realitätsfragmenten hyperaktive und schnell veränderliche Klangwelten. Ihr mit Spannung erwartetes neues Werk erweitert die mediale Realitätssuche des Konzertabends um eine entsprechende Facette. Sehr gegensätzlich dazu stellt Pierre Jodlowski in This Leads To An Emotional Stasis die Bewegungs- und Zeitlosigkeit in den Mittelpunkt. Stasis als entschleunigter Zustand der Wahrnehmung dient hier als Ausdruck einer musikalischen Form außerhalb des gewohnten Flusses der Zeit und als Gegenpol zu Hektik und Erregungen der Welt.

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ensemble  

PHACE | SPARKS & FLARE

13.Jan.2022 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal

PHACE Series 21/22 – N°2

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

ARTISTS
Johannes Kalitzke, Dirigent
Ivana Pristasova, Violine

 

PHACE

 

PROGRAMM

Anna Korsun
Plexus
für Ensemble, 2014 (ÖEA)  D: 12′

Michael Seltenreich
Sparks & Flare
für Ensemble, 2011 (ÖEA) D: 12′

Sehyung Kim
Particle Aggregation I

für Ensemble, 2021 (UA)  D: 12′
ein Auftragswerk von PHACE

Johannes Kalitzke
Figuren am Horizont – Fünf
Nachrufe
für Solovioline und sechs Spieler, 2011  D: 27′

 

In SPARKS & FLARE brechen sich Klänge an den Wänden, reflektieren flirrend zurück und füllen den Raum wie ein Kaleidoskop mit mikroskopischen Skulpturen und Momenten. Es kreischt, keucht, taucht träge aus pulsierenden, klanglichen Untiefen, um sogleich zart tänzelnd wieder in luftigsten Höhen zu verschwinden. Verspielt, aber virtuos schafft Anna Korsun mit Plexus für Ensemble ein faszinierendes Hyperinstrument, wo einzelne instrumentale Aktionen winzige Segmente darstellen, die sich zu einem schaurig schönen Klangorganismus verbinden. In Sparks & Flare lässt Michael Seltenreich Klänge in Leere und Dunkelheit aufblitzen. Er erkundet im Stück die Entstehung von Ideen und Themen aus kleinsten klanglichen Fragmenten und mikroskopischen Ereignissen. Für durch Stille sensibilisierte Ohren treten dabei die feinsten Nuancen in Höhe, Ton und Farbe in voller Brillanz und Klarheit zutage. Sehyung Kim betritt in seinem neuen Werk für PHACE – Particle Aggregation I – rekursive Räume und lässt darin fraktale Strukturen wachsen. In einem iterativen Kompositionsprozess, animiert von sich selbst definierenden mathematischen Sequenzen, untersucht er die Kräfte aus denen sich Formen bündeln, woran die Klänge haften bleiben und wie daraus Konturen entstehen.

Mit Figuren am Horizont hat Johannes Kalitzke mit klingenden Nachrufen verstorbener Künstlerkollegen gedacht. Diese werden aber nicht namentlich genannt, da es ihm um „Nachruftypen“ geht: In jedem der fünf Sätze findet der Wechsel vom einen in den anderen Zustand in unterschiedlicher Weise statt. Entweder wird der Übergang vom Leben zum Tod akzeptiert oder als unhinnehmbar betrachtet. Als Metaphern hierfür und als Kompositionsgrundlage zugleich fungieren mal mathematisch-abstrakte Prinzipien, mal historische Stilzitate.

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PHACE | FLASHFORWARD

18.Nov.2021 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Mozart Saal

PHACE Series 21/22 – N°1

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

ARTISTS
Nacho de Paz, Dirigent
Markus Sepperer, Oboe

PHACE

 

PROGRAMM

Wolfram Schurig
Kokoi für Oboe und Ensemble, 2020 D:18′
ein Auftragswerk von PHACE und Wien Modern

Clara Iannotta
They left us grief-trees wailing at the wall für Ensemble, 2020  D:18′

Alexander Kaiser
Neues Werk für Ensemble und Elektronik, 2021 (UA) D: 17‘
ein Auftragswerk von PHACE und Wien Modern

Januibe Tejera
Flashforward 3
für Ensemble und Elektronik, 2021  D: 18′. (UA)
ein Auftragswerk von PHACE und Butler School of Music – University of Texas at Austin

 

FLASHFORWARD betrachtet die Kontraste zwischen strömendem Fluss und fester Form, zwischen künstlicher Landschaft und natürlicher Umwelt. Wolfram Schurigs kokoi, durchaus als Kommentar zu den Spuren menschlichen Handelns zu verstehen, beschäftigt sich mit den Klängen bedrohter Ökosysteme. Der Ruf des Phyllobates terribilis (Schrecklicher Blattsteigerfrosch), in dessen Gift die kolumbianischen Embera ihre Blasrohrpfeile tränkten, dient als Grundmaterial für den Oboenpart in kokoi und zeichnet ein Bild der Ambivalenz von makelloser Schönheit und dem Tod. Die Musik von Clara Iannotta hat oft die Eigenschaft, Wesentliches in einer stark konzentrierten Form zu bündeln und musikalische Räume zu kreieren, die die Wahrnehmung sich nach und nach erschließt. Was sich in ihnen ereignet, hat Zeit und Raum, sich zu entfalten und wahrgenommen zu werden. They left us grief-trees wailing at the wall spannt in diesem Sinne vielschichtige, ständig veränderliche, oszillierende Wahrnehmungsräume, in denen das Ohr, bildlich gesprochen, umherwandern und Erfahrungen machen kann. Die Unordnung und Umordnung nimmt bei Alexander Kaiser einen zentralen Platz ein. Im unaufhaltsamen Fluss der Wiederverwertung von Ideen, Klängen und Materialien, der im Zuge der Digitalisierung des künstlerischen Schaffens eine starke Beschleunigung erfahren hat, steht für Kaiser vor allem die veränderte Wahrnehmung durch unbegrenzte Verfügbarkeit, Massenkonsum und Übersättigung im Vordergrund. Die Dekonstruktion und Neuorganisation der Codes, die mal Dieses und mal Jenes in den Vordergrund spülen, ist Thema seines neuen Werkes. Januibe Tejera spielt in seinem neuen Werk Flashforward 3 mit Vorstellungen und Erwartungen und nimmt das Publikum auf verschlungenen Pfaden mit in eine überraschende Klangwelt.

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chamber music, ensemble, electronics

La fine è senza fine

16.Sept.2020 // 19:30
Reaktor
Wien, Geblergasse 36-40

Dirigent

Lars Mlekusch

 

PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Reinhold Brunner, Klarinette
Michael Krenn, Saxophon
Spiros Laskaridis , Trompete
Reinhard Zmölnig , Horn
Berndt Thurner, Schlagwerk
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Rafal Zalech, Viola
Roland Schueler, Cello
Manuel Schager, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Reinhold Schinwald, Elektronik

Nach den vielen Absagen, Verschiebungen und Einschränkungen durch Covid-19 brennen wir darauf, endlich wieder das tun zu können, was uns im Innersten antreibt: gemeinsam musizieren, erforschen, entdecken, begeistern, konfrontieren und unsere Leidenschaft mit unserem Publikum teilen. Nach dem Eröffnungskonzert unserer Saison mit Modulations (27.08.2020) zeigen wir in La fine è senza fine unterschiedlich radikal geprägte musikalische Kostbarkeiten, die größtenteils metaphysisch inspiriert sind. In Lorenzo Troianis La fine è senza fine ziehen wir uns als Betrachter in größte räumliche Distanz zurück, wo nur mehr winzige Figuren, instabile Impulse, fast unsichtbare Linien erkennbar bleiben. Und wir beginnen mit diesen Schatten zu schwingen, wie ein Seiltänzer. Immer an einer Grenze schwingend. Eine Grenze, die wir zu überschreiten versuchen, auf der Suche nach einem offenen Raum. La fine è senza fine bedeutet Das Ende ist endlos und geht davon aus, dass diese Grenze ohne Ende ist. Johannes Maria Staud lässt sich von Johann Joachim Becher (1635–1682), den bedeutenden Universalgelehrten und Mittler zwischen der Alchemie des Mittelalters und der Chemie der Neuzeit zu seinem zweiten Klaviertrio Terra Fluidainspirieren, einem irrlichternden Werk, das zwischen rascher, manischer Bewegung und klangvollem, durch geflüsterte Laute unterstützten, Innehalten oszilliert. Joanna Wozny beschäftigt sich in like little … sunderings unter anderem mit dem akustischen Erscheinungsbild von Sprache, das auf verschiedensten Klangebenen entfaltet wird. Januibe Tejeras Flashforward 2 schöpft seine musikalische Kraft aus der Auseinandersetzung mit außereuropäischen Musiktraditionen, hier insbesondere durch radikale Konzepte der klassischen Musik Usbekistans in Bezug auf Pulsation, unregelmäßige Tempi, Homorhythmie und Hetereophonie. Dazu als Kontrast: das wuchtig hämmernde Impaling Prophecy  (aufspiessende Prophezeiung) für Geige und Klavier von Bernhard Gander, das dem hämmernden Klang von Nägeln, die ins Holz getrieben werden, nachempfunden ist und den ans Kreuz nagelnden Charakter von  Politik, Werbung, Religionen und vermeintlichen  Propheten erklingen lässt.

PROGRAMM

Lorenzo Troiani
La fine è senza fine  für 5 Instrumente, 2017 10′

Bernhard Gander
Impaling Prophecy  für Geige und Klavier, 2018   7‘

Johannes Maria Staud
Terra Fluida
für Klaviertrio, 2019  12‘

Joanna Wozny
like little … sunderings für Ensemble und Elektronik, 2016  13’

Januibe Tejera
Flashforward II für Ensemble und Elektronik, 2014  17′

Tickets

Erhältlich über die Website von REAKTOR:
WWW.REAKTOR.ART

this concert is kindly supported by:

 

narrator – ensemble – electronics

PHACE | SITUATIONS

our series at
Wiener Konzerthaus
2020/21

 

CONDUCTORS
Nacho de Paz
Lars Mlekusch

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …

Mit dem neuen Zyklus SITUATIONS eröffnet PHACE Spielräume für persönliche Interpretationen und Brüche mit allumfassenden Wirklichkeiten. Geformt im Zusammenspiel von kontrastreichen Sinneseindrücken entstehen spontane, vielfältige Verknüpfungen zwischen dem Erinnerten und dem im Moment Erklingenden. SITUATIONS entfacht wechselwirkende Klangräume, die unsere Imagination aufs Schärfste befeuern.
In TUNES verflechten sich Erinnerungsfragmente zu unentwirrbaren Klanggewölben und stellen Ambiguitäten auf immer neuen Bedeutungsebenen gegenüber. STRATA schürft in reizüberfluteten Räumen nach Momenten des authentischen, ehrlichen Ausdrucks. Fieberhaft und sarkastisch gestaltet sich die kuriose Show HELL von Sarhan: Rhythmisierte Stimmen aus dem Off treffen auf zeitgenössische Klangphrasen, vermischt mit Versatzstücken aus Jazz, Rock und Pop. Kraftvoll-repetitive, maschinenartige Collagen in RECALL bereiten den Boden, uns in andere hineinzuversetzen, deren Geschichte zu betrachten, sie zu entdecken – mit verblüffenden Wendungen.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

Termine in diesem Zyklus
FR 27.11.2020 KH Zyklus 1 – PHACE | TUNES – ensemble & electronics
DI 16.02.2021 KH Zyklus 2 – PHACE | STRATA – ensemble & electronics
DI 16.03.2021 KH Zyklus 3 – PHACE | HELL – narrator & ensemble
DO 27.05.2021 KH Zyklus 4 – PHACE | RECALL – ensemble

Details zum Programm finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

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Mitglieder 79,30 Euro
Normal 87,- Euro

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Normal 48,- Euro

Preise Einzeltickets ab Herbst 2020 verfügbar!

Mitglieder der Wr. Konzerthausgesellschaft (Beitrag für die Saison 2020/21: € 70,–) erhalten 17,5% Ermäßigung auf bis zu zwei Abonnements pro Zyklus.
music, visual arts, performance

Danse Macabre

4.Jun.2021 // 19:30
Wien, Wiener Festwochen
F23, Breitenfurter Str. 176, 1230 Wien
world premiere
further performances: 5.-9.6.2021 (except 7.6.)

commissioned by Wiener Festwochen
supported by Dorotheum

Artists

Markus Schinwald, idea, concept, stage

Matthew Chamberlain, music

Lars Mlekusch, conductor musical rehearsals

with Oleg Soulimenko a.o.

 

PHACE

Doris Nicoletti, flute
Alessandro Baticci, flute
Markus Sepperer, oboe
Claire Colombo, oboe
Reinhold Brunner, clarinet
Theresa Dinkhauser, clarinet
Christof Dienz, bassoon
Christian Walcher, bassoon
Reinhard Zmölnig, horn
Manuel Egger, horn
Peter Lengyelvari, horn
Michael Wachter, horn
Spiros Laskaridis, trumpet
Luis Abicht, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Daniel Holzleitner, trombone
Thomas Märzendorfer, trombone
Taiko Distelberger, trombone
Bernhard Plos, trombone
Simon Teurezbacher, tuba
Friedrich Gindlhumer, tuba
Kimiko Krutz, keyboard
Luca Lavuri, keyboard
Mathilde Hoursiangou, keyboard
Berndt Thurner, percussion
Igor Gross, percussion

Der in Österreich geborene, international erfolgreiche bildende Künstler Markus Schinwald verwirklicht im Auftrag der Wiener Festwochen einen Totentanz. Diese im 14. Jahrhundert aufgekommene Darstellungsform versinnbildlicht die gleichmachende Macht des Todes über die Menschen und wurde zu einem der großen ikonografischen Themen des Spätmittelalters. Eine Personifizierung des Todes fordert die Vertreter*innen aller Lebensbereiche zum unausweichlichen letzten Tanz. Schinwald, bekannt für seine visuellen Manipulationen von Körpern und Räumen, kehrt mit dieser Arbeit zum Medium der Performance zurück. Er entwickelt ein System aus fragmentierten Wänden, die sich wie eine Membran um das Publikum legen, durchlässig nur für die Körper der Performer*innen. Eine neue Komposition des jungen, US-amerikanischen Künstlers Matthew Chamberlain für 23 Live-Musiker*innen begleitet die makabre Prozession. Es gibt kein Entkommen!

Informationen zu Fahrtzeiten und Anmeldung folgen.

Tickets
Ort: F23
Dauer: ca. 50 Min.
Preis: 30 Euro
Ensemble

Monadologie XVIII – Moving Architecture

for voice and ensemble, based on construction plans of the Austrian Cultural Forum New York by R. Abraham

14.Oct.2020 // 20:00
Barcelona, L’auditori / Sampler Series

Cancelled due to COVID-19!

 a production by PHACE

 

Music

Bernhard Lang

Conductor

Joseph Trafton

Singer

Daisy Press

Sound

Alfred Reiter

 

PHACE

Doris Nicoletti, flute
Reinhold Brunner, clarinet
Reinhard Zmölnig, horn
Spiros Laskaridis, trumpet
Mathilde Hoursiangou, synthesizer
Lukas König, percussion
Ivana Pristasova, violin
Anna Lindenbaum, viola
Manuel Schager, cello
Maximilian Ölz, double bass

Monadologie XVIII – Moving Architecture basiert konzeptuell auf der proportionalen Umsetzung der Seitenansichtspläne des ACF (Austrian Cultural Forum) in New York City von Raimund Abraham. Die zeitliche Auflösung der Architektur führt den Parameter der Bewegung in das Konzept ein, als Bewegung des Klanges.

Langs Verwendung von Wiederholungsmustern, welche immanent Bewegung sind, Rhythmen erzeugen und Pulsationen vermitteln sowie deren Produktion durch die MusikerInnen führt zu einer unwillkürlichen, inneren Bewegungslogik. Bernhard Langs Kompositionen der Monadologie-Reihe referenzieren größtenteils auf vorhandene Musikstücke – in diesem Fall steht Bob Dylans „Like a Rolling Stone“ im Zentrum und erscheint in Fragmenten immer wieder wie ein roter Faden. Es ist die Poesie der Heimatlosigkeit, der Emigration, die Dylans Text mit denen von Rose Ausländer verbindet, die als Emigrantin dem ACF in den Nachkriegsjahren nahestand. Emigration steht so als durchgängiges Thema der Komposition der Geschlossenheit des architektonischen Raumes gegenüber, tritt durch den Begriff der Bewegung mit diesem in einen Diskurs ein, versucht ihn nach außen und innen zu öffnen.

 

PRESSEMELDUNGEN
22.11.2015 |  Michaela Preiner   European Cultural News
Sie gehören weltweit zu den besten Ensembles für zeitgenössische Musik. Sie zeichnen sich durch ihre Flexibilität und ihren Mut aus, Neues auszuprobieren. Beides brauchten die Damen und Herren des Ensemble Phace bei der österreichischen Uraufführung von Monadology XVIII «Moving Architecture». …  Das Stück hat das Zeug, sich zu einer Musik- und Tanzikone des beginnenden 21. Jahrhunderts zu mausern. Dazu bedarf es nicht viel mehr, als einiger verständnisvoller Augen und geschulter Ohren, die sehen und hören, welch unglaubliches, vorausschauendes Kreativpotential in Monadology XVII „Moving Architecture“ enthalten ist. Und dies weitertragen oder damit weiterarbeiten.
 19.11.2015 – Tiroler Tageszeitung (online) – www.tt.com
…Auf stufenförmig angelegten Podien saßen die Künstler, ganz in weiß gekleidet und das Gesicht von ebenfalls weißem Band umrahmt. Mit dem Beginn schien man schon mittendrin, setzten geräuschhafte Kulissen aus flirrenden Streichern und leichter Perkussion an, um Stockwerk für Stockwerk in die Höhe zu gleiten. Immer wieder schälte sich ein vorsichtiger Groove aus der pulsierenden Klanglandschaft, hypnotisch und einnehmend. Am Ende der knapp 70-minütigen Aufführung, die am heutigen Donnerstag nochmals zu erleben ist, gab es großen Applaus für alle Beteiligten.
19.11.2015 http://www.tanz.at/ Edith Wolf Perez (Monadology XVIII «Moving Architecture»)
…Überzeugend hingegen das Ensemble Phace mit ihrer musikalischen Interpretation und vor allem die Sängerin Daisy Press mit ihrer facettenreichen Stimme…
narrator & ensemble 

PHACE | Hell

2.Oct.2021 // 19:30
Odeon Theater
Taborstraße 10, 1020 Wien

16.March.2021 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal
Covid19-cancellation!
PHACE Series 20/21 – N°3

ARTISTS

François Sarhan, Sprecher, Text und Musik 

PHACE
Alvaro Colas Leon, saxophone
Stefan Obmann, trombone
Berndt Thurner, percussion
Mathilde Hoursiangou, piano
Ivana Pristasova, violin
Maximilan Ölz, double bass
Samuel Toro Perez, electric guitar

 

 

 

 

Fieberhaft und sarkastisch gestaltet sich die kuriose Show „HELL“ von Sarhan: Rhythmisierte Stimmen aus dem Off treffen auf zeitgenössische Klangphrasen, vermischt mit Versatzstücken aus Jazz, Rock und Pop. Weder eine Show, noch ein Konzert. Eher ein vielfältiges Set, in der Form eines Radio-Sarhan-Studios. Das Set zeigt acht Musiker*innen und Mikrofone, Kammermusik großzügig verwoben mit Rockmusik, Computer, Samples, Wörter, Körper, die sprechen, Musik, die spricht. In einer fieberhaft sarkastischen Atmosphäre, die an die Blütezeit des experimentellen Rock und an den Geist Zappas zu erinnern scheint, untersucht die dichte Partitur im Detail die Rhythmen, das Zögern und die Pausen der gewöhnlichen Sprache. Und es ist diese expressive Energie, die der Star der Show ist: die Stimme der Erzählung, des Diktaphons, des Geständnisses, der Konversation. Es erzeugt einen eigenen Rhythmus, bestimmt die Phrasierung und belebt das Schreiben.

 

PROGRAMM

François Sarhan
Hell für Sprecher und Ensemble, 2005 (ÖEA) 60’ 

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Einheitspreis
Mitglieder 71,- Euro
Normal 86,- Euro

Rollstuhlplatz + Begleitperson
Mitglieder 79,30 Euro
Normal 87,- Euro

Jugendabo
Normal 48,- Euro

Preise Einzeltickets ab Herbst 2020 verfügbar!

Mitglieder der Wr. Konzerthausgesellschaft erhalten 17,5% Ermäßigung auf bis zu zwei Abonnements pro Zyklus.

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