Miserere hominibus
21. Jul. 2026 // 19:00
Overture spirituelle
Salzburger Festspiele,
Kollegienkirche Salzburg
21. Jul. 2026 // 19:00
Overture spirituelle
Salzburger Festspiele,
Kollegienkirche Salzburg
Cordula Bürgi, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Francesco Palmieri, guitar & theorbo
Tina žerdin, harp
Olivier Marin, viola d’amore
Roland Schueler, cello
Alexandra Dienz, double bass
Cantando Admont
Friederike Kühl, soprano
Hannah Dienes-Williams, soprano
Elina Viluma-Helling. mezzosoprano
Cornelia Sonnleithner, alto
Terry Wey, countertenor
David de Winter, tenor
Hugo Paulsson-Stove, tenor
Thomas Köll, tenor
Artem Paches, baritone
Michael Hickman, baritone
Uli Staber, bass
Die Lamentationen über die Klagelieder Jeremias, entstanden für die Liturgie der Karwoche, verbinden strenge kontrapunktische Kunst mit einer außergewöhnlichen Ausdruckstiefe. Charakteristisch ist Morales’ Fähigkeit, den zutiefst affektgeladenen Klage-Text in eine musikalische Sprache zu übersetzen, die zugleich von klarer Ordnung und intensiver innerer Spannung getragen ist. Der Wechsel zwischen dichter Polyphonie und transparenten, beinahe meditativ wirkenden Passagen lässt Schmerz, Verlassenheit und Trauer mit großer Eindringlichkeit hervortreten. Dabei ist die Musik von außergewöhnlicher Schönheit und zugleich von einer bemerkenswerten, anmutigen Nüchternheit. Demgegenüber steht Klaus Hubers Miserere hominibus (2005/2006) für sieben Stimmen und sieben Instrumentalist:innen – eines der eindrucksvollsten Werke liturgischer Musik des 20. Jahrhunderts. In ihm entfaltet sich eine vielschichtige Klangsprache, die gleichermaßen nach der diesseitigen wie nach der jenseitigen Welt greift. Intensive, erschütternde Tutti-Passagen stehen versöhnlichen, ruhigen Momenten von einnehmender Schönheit und Zartheit gegenüber. Es ist eine Musik, die den Ruf nach Erbarmen radikal in die Gegenwart holt. Im Zusammenspiel der beiden Werke wird deutlich, wie sich musikalische Klage über Jahrhunderte hinweg verschiebt: von ritueller Ordnung hin zu einer existenziell und politisch zugespitzten Anrufung.
Programm
Cristobal de Morales
Lamentationen (ca. 1530) für 6 Stimmen
Klaus Huber (1924-2017):
Miserere hominibus für 7 Stimmen und 7 Instrumentalist:innen

1.Aug.2026 // xx:xx
Masterclass Komposition Abschlusskonzert
Wien, mdw
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Alvaro Collao Leon, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Barbara Riccabona, cello
Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 hat sich die isa zu einem international einzigartigen universitären Weiterbildungsformat entwickelt, das künstlerischen Spitzennachwuchs mit einer interdisziplinären Wissenschaftskonferenz verbindet. Unter der künstlerischen Leitung von Vizerektor Johannes Meissl erhalten jährlich über 200 herausragende Musiker_innen aus mehr als 40 Nationen prägende Impulse für ihre künstlerische Entwicklung und berufliche Laufbahn.
Unter dem Jahresthema global – local widmet sich die isa26 den Spannungsfeldern zwischen globaler Vernetzung und lokaler Verankerung in Musik, Kunst und Wissenschaft. In einer Zeit, in der internationale Kooperationen, kulturelle Vielfalt und gemeinsame gesellschaftliche Ziele zunehmend unter Druck geraten, versteht sich die isa als Ort des Dialogs: Unterschiedliche künstlerische Hintergründe, ästhetische Ansätze und Praxen werden bewusst miteinander in Beziehung gesetzt und kritisch reflektiert.
PHACE spielt am 1. August beim Abschlusskonzert druckfrische Werke von Teilnehmenden der Masterclass Komposition der Internationalen Sommerakademie.

27.Nov.2026 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Matthias Kranebitters startet ein musikalisches Experiment über Wahrnehmung im Zeitalter akustischer Überforderung. Mit einem maschinellen Hörsystem, das in Echtzeit Ensembleklänge und Alltagsgeräusche analysiert, wird, inspiriert vom „Cocktailparty-Effekt“, das scheinbare Klangchaos zum Modell für Aufmerksamkeit und Selektion. Corie Rose Soumahs States of Intermeshing, viii. what is past is prologue verbindet Klang und politische Reflexion. Das Werk beleuchtet die Verflechtung von kolonialer Geschichte, apokalyptischen Diskursen und gegenwärtigen Machtstrukturen. Mit Anklängen an Soul und R&B und Texten von Achille Mbembé wird Musik zum Raum für Erinnerung, Widerstand und postkoloniale Befreiung. In QUEE(n)R macht Davor Vincze „Bohemian Rhapsody“ zum Ausgangspunkt einer offenen Improvisation. Fragmente des Originals werden zerlegt, neu kombiniert und in Bewegung gehalten, während auf visueller Ebene mit Hilfe von KI-Bildgeneratoren die Ambiguität und das queere Potential von Gesichtern hervorgehoben wird. Ein Spiel mit Identitäten und Bedeutungen – fluid, vielstimmig und voller überraschender Wendungen. Ein neues Werk von Georgia Koumará vereint viele Themenstellungen des Abends. Darin erforscht die Komponistin Kommunikation, Empathie und Macht als dynamische Kräfte. Musikalische Prozesse entwickeln sich, kollidieren und verändern einander – ein klingendes Netzwerk von Beziehungen, das gesellschaftliche Strukturen hörbar macht
PROGRAMM
Matthias Kranebitter
28 Auditory Scenes for investigating cocktail party deafness für Ensemble und Elektronik, 2022
Corie Rose Soumah
States of Intermeshing: vii. what is past is prologue für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagwerk, Violine, Cello, Elektronik und Zusatzinstrumente, 2025 (ÖEA)
Davor Vincze
QUEE(n)R für Flöte, Saxophon, Percussion, Keyboard, Elektronik und Video, 2023 (ÖEA)
P A U S E
Georgia Koumará
Neues Werk für Ensemble und Elektronik, 2026 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE & Wien Modern
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25.May.2027 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
Helēna Sorokina, voice
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
In Illusions entwickelt Philip Venables gemeinsam mit dem LGBTQIA+-Performancekünstler David Hoyle ein multimediales Werk für Sprecher (Video) und Ensemble. Hoyles Videoperformance konfrontiert das Publikum mit einem Strom aus politischen Tiraden, persönlichen Angriffen, groteskem Humor und provokativer sexueller Direktheit. Er attackiert Heuchelei, gesellschaftliche Ungleichheit, toxische Männlichkeit und Konsumismus und changiert sprachlich zwischen bitterem Ernst, bewusstem Tabubruch und kabarettistischem Spott. Und die Musik? Reagiert mit gleicher Intensität: rhythmisch aggressiv, eruptiv, dann wieder schimmernd und irritierend glatt. Klangflächen und Gesten wirken wie verzerrte Werbebotschaften oder politische Slogans, verzahnen sich mit den Bildern zu einem ruckhaften, fast gewaltsamen Wechselspiel, das das Publikum unweigerlich hineinzieht. Illusions ist ein unbarmherziger Spiegel, der die Zuschauerinnen auf den Prüfstand stellt und ihre Haltung ebenso wie ihre Rolle als Konsument*innen von Kunst hinterfragt. Neue Werke von Alexander Schubert, der in AUTO FICTION die Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion aushebelt und durch ein geändertes Archiv der prägendsten, intensivsten und herausragendsten Erinnerungen wandert, und Marco Döttlinger versprechen ein einnehmendes und wohl auch eindringliches Hörerlebnis. Mit dem elften Satz von Corie Rose Soumahs Werkzyklus States of Intermeshing schließt sich auch thematisch der Kreis zum Beginn des Konzertzyklus. xi. épilogue erforscht eschatologische Kräfte, ökologische Krisen und Selbstfindung. “There are flowers blooming in Antarctica” – ein poetisches, fragiles, klangsinnliches Stück, wie ein seltsam friedlicher Nachhall nach der Katastrophe, der den Blick in eine andere fragile Realität freigibt.
Philip Venables
Illusions (feat. David Hoyle) für Ensemble und Video, 2017 (ÖEA)
Marco Döttlinger
Neues Werk, 2026/27 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE
Corie Rose Soumah
States of Intermeshing: xi. épilogue für Violine, Cello, Klavier und Elektronik, 2024 (ÖEA)
P A U S E
Alexander Schubert
AUTO FICTION für Stimme, Ensemble, Elektronik und Video, 2026
Kompositionsauftrag von Radio Österreich 1 in Kooperation mit ORF musikprotokoll, PHACE und Biennale Zagreb
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9.Mar.2027 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Der Glaube an die Kraft ritueller Abläufe und verbaler Formeln ist tief in der Geschichte der Menschheit verankert. Genau dieser Glaube an die transformative Kraft, an den Prozess und an die Notwendigkeit der rituellen „Selbsterneuerung“ bildet das Zentrum von Eva Reiters neuem Projekt RITUS. Im Wechselspiel zwischen solistischer Erzählung (Solo, Duo, Trio) und chorischem Kommentar entwickelt sich jeder der beteiligten Musiker*innen im Verlauf des Stückes zur zentralen Figur des Geschehens, die ihre ureigene Geschichte erzählt. Utopische Klangapparate, die direkt mit persönlichen musikalischen Gesten verbunden sind, sind die „Instrumente“, die Transformation initiieren. In einer räumlichen und theatral-szenischen Inszenierung untersucht die Musik in RITUS die Möglichkeiten und Prozesse einer rituellen Verwandlung. Um eine Realität zu offenbaren, die bis dahin nur als Potenzial existierte – ungesehen, ungehört, unberührt.
PROGRAMM
Eva Reiter
RITUS eine musiktheatrale Raumkomposition für Ensemble, 2026 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE
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PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Die Realität ist formbar, bis sie es nicht mehr ist – Systeme und Ordnungen taumeln zwischen fragilen Gleichgewichten. Krisen, soziale Ungleichheiten, Klimawandel und Migration zeigen neue Bruchlinien auf, während die digitale Informationsflut fragt, ob wir den eigenen Augen und Ohren noch trauen. In THE UNSTABLE REAL laden wir ein, diese unstete Realität zu erleben, ihre Brüche wahrzunehmen und neu zu denken – ästhetisch, emotional, gesellschaftlich und politisch. Mit Georgia Koumará, die ein Netzwerk von Beziehungen, Dynamiken und gegenseitigen Abhängigkeiten erforscht, oder mit Clemens Gadenstätter, der Wechselwirkungen zwischen Individuum und Umwelt in der Zeit erfahrbar macht. Eva Reiter geht mit utopischen Klangapparaten dem transformativen Potential von Riten nach, bevor Philip Venables einen unbarmherzigen Spiegel hochhält und mit provokativer, sexueller Direktheit die heuchlerischen Illusionen unserer Gesellschaft zerschlägt. Dazwischen ist der Zyklus randvoll mit Neuem, mit klanglichen Kostbarkeiten und mit Musik, die Wirklichkeit fordert.
#1 FR 27.11.2026 ⎹ STATES OF INTERMESHING
#2 MI 26.01.2027 ⎹ FACES
#3 DI 09.03.2027 ⎹ RITUS
#4 DI 25.05.2027 ⎹ ILLUSIONS
Mit Werken von Matthias Kranebitter, Corie Rose Soumah, Davor Vincze, Georgia Koumará, Manuela Kerer, Rafał Ryterski, Clemens Gadenstätter, Eva Reiter, Philip Venables, Marco Döttlinger, Alexander Schubert.
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14.3.2026 // 21:00
AspekteSALZBURG
Szene Salzburg
Michael Wendeberg, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Roland Schueler, cello
Manuel Mayr, double bass
Das aspekteFESTIVAL Salzburg und PHACE haben Ende Juni 2025 in Kooperation mit Ö1 einen Call for Scores an den vier Musikuniversitäten (Universität Mozarteum Salzburg, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Kunstuniversität Graz und Anton Bruckner Privatuniversität) ausgeschrieben. Professor*innen der jeweiligen Kompositionsklassen konnten jeweils zwei Studierende zur Teilnahme vorschlagen.
In einer deutlichen und einstimmigen Juryentscheidung wurden aus 16 Einreichungen (2 Komponistinnen, 14 Komponisten) vier Komponisten ausgewählt und damit beauftragt ein neues Werk für das AspekteFESTIVAL zu schaffen.
PROGRAMM
Dominik Wilnauer-Leitner
Friendly Machines für Flöte, Bassklarinette, Posaune, Schlagwerk und E-Gitarre, 2025/26 (UA)
Egemen Kurt
Tertium Datur für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier, 2025/26 (UA)
Noh SeungJu
Studie I für Trompete, Percussion, E-Gitarre, Klavier und Cello, 2025/26 (UA)
Parham Behzad
Enough? für Flöte, Posaune, E-Gitarre, Klavier und Kontrabass, 2025/26 (UA)
Jury:
Ludwig Nussbichler (künstlerischer Leiter aspekteFESTIVAL Salzburg),
Reinhard Fuchs (künstlerischer Leiter PHACE)
Mathilde Hoursiangou (PHACE, Pianistin & MDW, Institut für Neue Musik)
Rainer Elstner (Musikredaktion Ö1) und Co-Kurator ORF musikprotokoll)

13.Mar. 2026 // 18:45
AspekteSALZBURG
Universität Mozarteum Solitär
Michael Wendeberg, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Alvaro Collao Leon, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Igor Gross, percussion
Mathilde Hoursiangou, piano
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Sarah Dragovic, viola
Roland Schueler, cello
Manuel Mayr, double bass
Irgendwo in der Ferne, dort wo das Meer auf den Horizont trifft, treffen sich die klanglichen Welten der drei sehr unterschiedlichen Werke in diesem Konzert und finden doch einige Gemeinsamkeiten. In from shore to shore zeichnet Sarah Nemtsov einen multiperspektivischen musikalischen Bewusstseinsstrom, der zwischen Lichtstimmungen, Natureindrücken, Erinnerung und Identität oszilliert. Angeregt von 10 lyrischen Zwischenspielen in Virginia Woolfs Roman »The Waves« (1931) entwirft die Komponistin eine lebhaft-dynamische, wellenförmige Klangsprache und untersucht in subtilen Zwischentönen, mit permutierenden rhythmischen Pattern und reibungsgeladenen Mikrointervallen die inneren Seelnzustände der sechs Protagonist*innen des Romans. Den metaphorischen Blick in die Ferne richtet auch Beat Furrer in linea dell’orizzonte. Gleichzeitige Dopplung und auch Verzerrung, ähnlich wie man sie an den Rändern eines Schattenbildes erkennen kann, bilden die musikalische Grundstruktur der Komposition. Stimmen schneiden einander, unterbrechen sich, negieren und kontrastieren vorangegangene Strukturen, um schließlich aus den Widersprüchen ein verzerrtes klangliches Schattenbild zu erschaffen. Thomas Wally konstruiert spiralartige, verschlungene Klangstrukturen in seinem Concertino um die expressiven Möglichkeiten der Violine im Zentrum, während die basslastige Besetzung des Ensembles dazu einen Kontrastraum eröffnet. Es ist ein virtuoser, teils wilder Ritt, eine beständig in sich selbst drehende Konversation zwischen Violine und Ensemble, die in klanglicher und harmonischer Hinsicht von Obertonresonanzen, von Flageolets und Shepard-Tones charakterisiert wird.
PROGRAMM
Sarah Nemtsov
from shore to shore für ensemble (2024/25)
ein Auftragswerk von PHACE, in Kooperation mit dem Osterfestival Tirol,
gefördert durch
~ P A U S E ~
Beat Furrer
linea dell’orizzonte für Ensemble (2012)
Thomas Wally
Concertino für Violine und Ensemble (2024)
Kompositionsauftrag von PHACE, mit finanzieller Unterstützung des BMKOES und SKE-Fonds

8. May. 2026 (wp)
9.-10. May. 2026
Münchner Biennale
Festival für neues Musiktheater
Muffathalle
Zara Ali, Komposition, Konzept, Text
Hannah Dübgen, Bühnenfassung, Konzept
Florentine Klepper, Deva Schubert , Regie
Hansjörg Sofka, Musikalische Leitung
Wolfgang Menardi, Set- und Kostümdesign
Julia Spinola, Dramaturgie
PHACE
Walter Seebacher, Klarinette
Michael Krenn, Saxophon
Mathilde Hoursiangou, Keyboard
Manuel Alcaraz Clemente, Percussion
Francesco Palmieri, E-Gitarre
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Nontobeko Bhengu, Sopran
Florian Stern, Tenor
Julien Horbatuk, Bariton
Andrea De Majo, Musical, Tänzer, Countertenor
Zara Ali
Codeborn – Musiktheater (2025/26, UA)
In „Codeborn“ wird die Welt einer künstlichen Intelligenz ausgesetzt. Ein unaufhaltsamer Transformationsprozess setzt ein, der sich jeder Erklärung entzieht und zugleich Faszination wie Verunsicherung hervorruft. Machtfantasien steigern sich ins Grenzenlose, alte Hierarchien zerfallen, und unmögliche Begegnungen werden zur Realität.
Zara Alis Musiktheater verweigert sich sowohl Endzeitstimmung als auch Kulturpessimismus – es ist weder Utopie noch Dystopie. Ihre Musik umfasst die ganze Spannbreite des Umbruchs und macht das Unvorstellbare hörbar.
Eine Koporoduktion der Münchener Biennale und Tiroler Landestheater Innsbruck, in Kooperation mit Bayerische Staatsoper, Ars Electronica Linz and Klangspuren Schwaz. Kompositions- und Librettoauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale.

21.Mar.2026 // 19:30
Wiener Konzerthaus,
Berio-Saal
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Manuel Mayr, double bass
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
PROGRAMM
Arturo Fuentes
SKULPT für Instrumente und Automaten, 2025/26 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE, mit finanzieller Unterstützung durch das BMKOES und des SKE-Fonds
Yuheng Chen
To a Bubbling Fountain Stirr’d with Wind, für Saxophon, E-Gitarre, Keyboard, Percussion und Kontrabass, 2025/26 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE mit Unterstützung des SKE-Fonds und Stadt Wien Kultur
Zara Ali
thermo_doxa für Klarinette, Viola, Drumset und Elektronik, 2024
Enno Poppe
Fleisch für Saxophon, E-Gitarre, Klavier und Schlagwerk, 2017
Agata Zubel
Shades of Ice für Klarinette, Cello und Elektronik, 2011
Sehr systematisch und zielgerichtet zerlegt Enno Poppe in Fleisch die Idiomatik der Rockmusik. Aus den resultierenden Phrasen und Schnipseln, die nur noch in Ansätzen an oft gehörte Stehsätze und Stereotype erinnern, fügt sich ein kurzweiliges Klangbild, dass die Ausdruckskräfte des Rock in einer neuen Art bündelt und freigelegt. Yuheng Chen versucht mit seiner Musik die Möglichkeiten klanglich-instrumentaler Modulationen zu erkunden und deren Grenzen auszureizen. In seinen Werken finden sich oft bildgebende Momente, die beim Hören fast schon konkrete Situationen entstehen lassen. Wir sind schon gespannt, was die Uraufführung seines neuen Werks für PHACE bereithält. In thermo_doxa eröffnet Zara Ali einen durch und durch faszinierenden Klangraum: antreibend, aufreibend, energetisch und doch balanciert und nuanciert. Sie zeigt wenig Berührungsängste oder Bedenken, sich bei den musikalischen Ausdruckstechniken von EDM bis Techno zu bedienen, um daraus ein brachial-feinfühliges klangliches Hybridwesen zu schaffen, das die Stärken von Instrumenten und Elektronik vereint. Und auch Arturo Fuentes, mit dem wir über die Jahre zahlreiche spannende Projekte verwirklicht haben, steuert ein neues Werk bei. Seine Musik steht an den Schnittstellen von Genres und ästhetischen Formen und wird oft von einer Mischung aus digitalen, visuellen, akustischen oder materiellen Medien erweitert. Welche Automaten in SKULPT den Ton angeben werden, bleibt vorerst noch unklar.
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Einheitspreis
Mitglieder 90,80 Euro
Normal 110,- Euro
Rollstuhlplatz + Begleitperson
Mitglieder 94,60 Euro
Normal 108,- Euro
Jugendmitglieder der WKHG
Normal 72- Euro
Preise Einzeltickets ab Herbst 2025 verfügbar!
