video opera

Renacer

Nov. 27, 2022 – 18:00 (wp)
Vienna, Wien Modern
Odeon, Taborstr. 10

Dec. 6th, 2022 – 20:00
Sevilla
Espacio Turina

 

Nacho de Paz, conductor
Johanna Vargas, soprano

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Reinhold Brunner, clarinet
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova, violin
Alexandra Dienz, double bass

SOUND DIRECTOR
Alfred Reiter

Renacer thematisiert die natürlichen Zyklen von Geburt und Wiedergeburt und wirft einen Blick in eine mögliche Zukunft, am Beginn einer biotechnologischen Revolution. Die Texte von Francisco Deco eröffnen facettenreiche Visionen des Daseins, wo Tod und Vergänglichkeit angesichts der Kraft des Keimens und der Regeneration in den Hintergrund treten. Biologische Prozesse dienen Alberto Carretero in vielen Werken als Inspiration und Bauplan für seine Musik. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Membrane-Computing entwickelt er algorithmische Kompositionen, die das Wachstum und Verhalten von lebenden Organismen simulieren und in klangliche Erzählungen übersetzen. Einerseits wird mittels Sonifikation das Leben innerhalb einer Zelle und ihrer Membranen hörbar gemacht. Andererseits entsteht aus der persönlichen Interpretation dieser biologischen Prozesse eine Symbiose mit Libretto und Bildern und daraus wiederum neue musikalische Gesten, Klänge und Formen. Elektronik und Video stehen in enger und wechselseitiger Verbindung zu den bioinspirierten Kompositionsprozessen. Mutation, Mitose, Meiose, Gewebebildung, Fortpflanzung, und Nervenverbindungen öffnen einen musikalischen Reflexionsprozess und werden zur Metapher der Genese: der Geburt, der Wiedergeburt und der Schöpfung selbst.

Ensemble & Electronics

Shifting Mirrors

6.Apr.2022 – 20:00
Osterfestival Tirol
Hall, Salzlager

PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Reinhold Brunner, Klarinette
Michael Krenn, Saxophone
Berndt Thurner, Percussion
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Petra Ackermann, Viola
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Samuel Toro Perez, E-Gitarre
Christina Bauer, Klangregie & Elektronik

 

 

PROGRAMM

PHACE ist steter Gast des Osterfestival Tirol und betrachtet mit Werken des 21. Jahrhunderts, darunter Tiroler Erstaufführungen, das jeweilige Thema. Dieses Jahr ist es die Erweiterung der musikalischen Möglichkeiten durch die Einbindung oder Imitation der Technik. Gewidmet ist das Konzert u.a. einem der Pioniere der elektronischen Musik, Horacio Vaggione. Der argentinische Komponist (*1943) hat ganze Generationen sowohl als Lehrer als auch über seine Musik geprägt und inspiriert. Zu hören sind an diesem Abend zwei seiner jüngsten Werke für Soloinstrument und Elektronik. Im Spiel mit der steten Verschiebung von Klängen bei Shifting Mirrors, ein Netzwerk von nicht zusammenhängenden Spiegeln, in dem sich der Interpret bewegt. Die Erweiterung von Klangräumen sowie Neudeutung von Instrumenten steht bei Timpani Trek im Zentrum. Ihm zur Seite gestellt sind junge Komponist*innen, die sich auf ihre ganz persönliche Weise mit den mittlerweile sehr fortgeschrittenen Möglichkeiten der Technik auseinandersetzen: Lorenzo Troiani auf der Suche nach dem Innenklang von Muscheln, Helmut Oehring und seiner musikalischen Umsetzung des Locked-in-Syndroms, Pierre Jodlowski mit This Leads To An Emotional Stasis über den zeitlosen Zustand und Mirela Ivičević mit einer Erstaufführung.

Lorenzo Troiani
La vita delle conchiglie für Ensemble, 2020 12‘
ein Auftragswerk von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Helmut Oehring
Locked – In – (1992) for guitar, violin, viola and cello, d:13’

Horacio Vaggione
Shifting Mirrors für Saxophon & Elektronik, 2016   d:10′

Horacio Vaggione
Timpani Trek für Schlagzeug und Elektronik, 2018 d: 8′

Mirela Ivičević
Lil für E-Gitarre, Saxophon, Cello und Elektronik, 2022 (EA)
ein Auftragswerk von PHACE, in Kooperation mit Osterfestival Tirol und mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Pierre Jodlowski
This Leads To An Emotional Stasis für Violine, Klavier, Percussion, Video, Licht und Elektronik, 2016 D: 24′

ensemble

PHACE | NOUVELLES AVENTURES

30.May.2023 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

PHACE Series 22/23 – N°4

ARTISTS
Lars Mlekusch, conductor

Neue Vocalsolisten Stuttgart
Johanna Vargas, soprano
Truike van der Poel, mezzo-soprano
Guillermo Anzorena, bariton

PHACE

Hristina Šušak
Neues Werk für 3 Stimmen und 7 Instrumente, 2022/23 (UA) D: 13‘
Kompositionsauftrag von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Andreas Trobollowitsch
Neues Werk – performative Musikinstallation als Hommage an György Ligeti, 2023 (UA) D: 10‘
Kompositionsauftrag von PHACE

Pierluigi Billone
Δίκη Wall für Percussion solo und 6 Instrumente, 2012 D:24‘

György Ligeti
Aventures (1962) und Nouvelles Aventures (1962-65) für 3 Stimmen und 7 Instrumente D:24‘

Idyll von Traum und Wachsein
wartend, wägend
exakt am Punkt, mit Raum, zu wachsen.
zu verklingen.
zu verschwinden.
Organische Präzision, mechanische Emotion
Stimm(t) – :akrobatik :artistik :artikulation :ausdruck.
Metallisches Schwingen
An neue Ufer getragen
Khè – tit – bèèèh
Frei: von Semantik. für Bedeutung.
Überhöht, Überzeichnet. Un-er-hört.

 

Zu Ehren des alten Meisters und doch mit neuen Abenteuern – György Ligetis Aventures und Nouvelles Aventures haben neue Räume für Vokalmusik eröffnet, den artikulatorischen Ausdruck hervorgehoben und den Gesang auch ohne sprachliche Bedeutung als eigenständige musikalische Kunst aufgezeigt. Zum 100. Geburtstag des Komponisten möchten wir diese Zäsur in der Geschichte der Neuen Musik nicht nur mit einer Aufführung, sondern auch mit zwei Auftragswerken würdigen. Die junge Komponistin Hristina Šušak schreibt, gleichermaßen als Kontrast über Zeit und Lebensalter hinweg, ein neues Stück für die gleiche Besetzung und Andreas Trobollowitsch gestaltet eine performative Musikinstallation als Hommage an den 2006 verstorbenen Komponisten. Mit Pierluigi Billones Δίκη Wall steht zudem ein äußerst spannendes Werk von einem weithin etablierten Künstler der Gegenwart auf dem Programm.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

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ensemble & installation

PHACE | BLUR

28.Mrz.2023 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

PHACE Series 22/23 – N°3

ARTISTS

PHACE

Hristina Šušak
ANIMA für Posaune, Cello, Klavier, E-Gitarre und Percussion, 2018/19 (ÖEA) D:8′

Katharina Rosenberger
blur für Flöte, Klarinette, Schlagwerk, Klavier, Violine und Cello, 2019 D: 9

Reinhold Schinwald
Neues Werk für Ensemble, 2022 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE

Maurizio Azzan
Neues Werk für Ensemble, 2022 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

bricht aus
aus Tiefen, aus dem Innern schreit
Im Hintergrund der Abgrund.
Urklang, reibt am Larynx
Nuancen der Nähe: detailverliebt, unbeschönigend, unvergesslich fesselnd.
Mikro-phonie.
Sandpapier verwischt die Kanten
Kontur-los
grobkörnige Glanzlichter vom Nebel poliert
Tonfälle zerstieben, zerreiben, zerrauschen
be-Rauschen

 

Verwischte Konturen tauchen bei Katharina Rosenberger aus dem Rauschen, wie eine spätnächtliche Taxifahrt im unsteten Licht von Neonanzeigen und Verkehrsampeln. blur lässt Kanten und Konturen verschwimmen und bleibt trotzdem in definierter Form. ANIMA von Hristina Šušak findet die Gemeinsamkeiten in den doch sehr gegensätzlichen Emotionen Lachen und Weinen. Das Stück zeigt die akustischen Unterschiede und Ähnlichkeiten, während die Grenzen zerfließen und wirft Fragen zur dualistischen Betrachtung von Emotionen auf. Reinhold Schinwald und Maurizio Azzan bereichern den Konzertabend dazu mit spannenden neuen Werken im Auftrag von PHACE.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

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chamber ensemble & installation

PHACE | CHROMA

31.Jan.2023 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

PHACE Series 22/23 – N°2

ARTISTS

PHACE

Konzertinstallation mit Werken von Maurizio Azzan, Clara Iannotta, Peter Jakober, Sarah Nemtsov und performativen Klangskulpturen von Andreas Trobollowitsch.

Maurizio Azzan
Monochrome for string trio, 2018 (ÖEA) D:5′

Stefan Prins
Mirror Box (Flesh+Prosthesis #3) für Saxophon, Klavier, Schlagwerk und Elektronik D: 22‘

Clara Iannotta
Limun für Violine, Viola und 2 Umblätterer, 2011 D:9’

Peter Jakober
Vom Kreis brechen für Bassklarinette und Streichtrio, 2011 D: 9‘

Sarah Nemtsov
Seven Colours
für verstärktes Cello, E-Bass, präpariertes Klavier und Sampler, Drum Set und Elektronik, 2018 (ÖEA) D:15‘

unruhige Ströme, faseriges Zittern
wie ein Hauch
reiben, reißen, reisen. Nehmen mit
Von Fern nach Nah
Schwingung, Schwebung
Kon – Dis – Re – Sonanz-Tanz: roh, repetitiv, wachsend, wuchernd

in Erdtönen: Siena. Umbra. Ocker. Sepia.
Ruß klebt an Saiten, dämpft die Spitzen, hemmt den Groove
Kohlrabenschwarz. Kolkothar und Transzendenz.
weit und tief
Erinnerung

Klang und Geräusch, betrachtet von allen Seiten und in allen Facetten – Maurizio Azzans Monochrome, eng verbunden mit den privaten Dimensionen von Musik, gewachsen aus dem verhaltenen Gefühl, nur für sich alleine zu spielen und Klänge zu entdecken, trifft auf die Siegelbox von Stefan Prins, in der musikalische Erweiterungen des Körpers den Phantomen elektronischer Klänge nachspüren. Sowohl Peter Jakober als auch Clara Iannotta steigen in klanglichen Räume, die von einer in sich gewandten, sich immer weiter eindrehenden Logik geprägt sind. Während sich bei Iannotta Viola und Violine mit viel Friktion umkreisen, schaukeln sich bei Jakober die Instrumente gegenseitig auf, bis zum schon im Titel angekündigten Bruch. In Seven Colours widmet sich Sarah Nemtsov in weit gefächerten Klangwelten und sieben erdfarbigen Schattierungen dem künstlerischen Schaffen ihrer Mutter und den Erinnerungen an diese.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

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ensemble, video & voices

PHACE | PASOLINI

23.Nov.2022 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

PHACE Series 22/23 – N°1

Eine Koproduktion von PHACE, Wien Modern, Fondazione I Teatri Reggio Emilia, Teatro Verdi Pordenone & Wiener Konzerthaus (Zyklus PHACE)

ARTISTS
Stefano Gervasoni, composition
Paolo Pachini, video
Nacho de Paz, conductor

PHACE
Company of Music

 

Kompositionsauftrag von PHACE & Wien Modern, in Kooperation mit Fondazione I Teatri Reggio Emilia und Teatro Verdi Pordenone

gefoerdert_von_EVS_Ernst-von-Siemens

In Nomine PPP – Cantata per Pier Paolo Pasolini für 8 Stimmen, 16 Instrumente und Video (2022) (ÖEA)
Mit Texten von Laurent Feneyrou über die Schriften von Pier Paolo Pasolini, ausgewählt von Roberto Calabretto, mit einem Gedicht von Biagio Marin

raumfüllend, raumgebend
Bänder knüpfen oder lösen
Stimmbänder, Frequenzbänder
biegen, beugen
Aufbrechen! Zivilgesellschaft der Barbaren.
Der Fingerhut und das Meer
Nicht ohne Wirkung
vielleicht ganz leise, ppp…
Im Sucher, im Bild, in Bewegung: humane Identität; authentische Existenz

Die Cantata per Pier Paolo Pasolini, komponiert anlässlich seines 100. Geburtstags, ist eine Hommage an Werk und Leben des großen italienischen Künstlers und Intellektuellen und seine politische und kulturelle Rolle in der italienischen und europäischen Gesellschaft der 1960er und  -70er-Jahre. Stefano Gervasoni vertont Poesie und Schriften Pasolinis zu einer großen Kantate, in die auch melancholische Zwischenspiele von Josquin Desprez, rund um Klage, Trauer und Verlust einfließen und zu einem breiteren musikalischen Bindegewebe verwachsen (sozusagen: déploration pour la mort de Pier Paolo Pasolini). In Anlehnung an Pasolinis anthropologische Vision erforscht das Auge der Kamera in Paolo Pachinis Video poetische Bilder des Menschen und der Natur, konterkariert von zeitgenössischen Medienströmen. Die eng verwobenen Interaktionen zwischen Musik und Bildern lassen dabei eine einzigartige Atmosphäre entstehen, in die die Wahrnehmung vollständig eintaucht und die sie restlos durchdringt. Aus der Hybridisierung der Sprachen entsteht ein zerrissener, manchmal aber auch versöhnlicher Ausdruck, eine Hommage an Pasolinis rauen Blick, dessen mäeutische Kraft die Dinge bloßlegt und – gerade heute in einer globalisierten Welt – jene Verflechtungen von Moderne und Tradition aufzeigt, für die der Dichter ein Prophet war.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

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Ensemble 

Next Generation
Young Composers 2022

8.3.2022
ORF Radiokulturhaus Wien

19.3.2022
Aspekte Salzburg

 

Lars Mlekusch, Dirigent
PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Reinhold Brunner, Klarinette
Michael Krenn, Saxophone
Berndt Thurner, Percussion
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Anna Lindenbaum, Viola
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Alfred Reiter, Klangregie & Elektronik

 

 

PROGRAMM

Wohin entwickelt sich die Neue Musik? Wer kommt nach und wohin geht die Reise? Diese Fragen beschäftigen nicht nur PHACE. Das Ensemble hat sich daher gemeinsam mit Ö1 und AspekteSALZBURG auf die Suche nach jungen Komponist:innen gemacht, um schon einmal einen Blick nach vorne in die Zukunft zu richten.

Bei einem CALL FOR SCORES im Sommer 2021 wurden – aus vielen guten Einsendungen – vier hervorragende junge Komponist:innen von vier verschiedenen österreichischen Musikuniversitäten ausgewählt. Mit dem Auftrag, ein neues Werk für PHACE zu schreiben und dieses in enger Zusammenarbeit mit dem Ensemble zur Aufführung zu bringen, haben die vier Gewinner:innen nun sehr spannende und manchmal auch überraschende Stücke komponiert. Welche klanglichen Welten Soyeon Park, Carlos Gonzalez Bolanos, Giorgio Musolesi und Hristina Šušak dabei entworfen haben, wie sie der Musik ihre eigene Note verleihen und ihre musikalische Sprache entwickeln, kann beim Konzert im ORF RadioKulturhaus gehört werden und wenig später auch beim AspekteFESTIVAL in Salzburg erlebt werden.

Carlos Miguel Gonzalez Bolanos
Diez líquidos für Flöte, Klarinette, Klavier, Violin, Viola und Cello

Soyeon Park
Docking in Blue für Flöte, Klarinette, Saxophon, Klavier, Percussion, Cello und Kontrabass

Hristina Šušak
EXISTO …einem kleinen Hund gewidmet… für Flöte, Percussion, Violine, Viola, Cello, Kontrabass und Elektronik

Giorgio Musolesi
Trovato per la città dell’acque für Flöte, Klarinette, Saxophon, Klavier, Percussion, Violine, Cello und Elektronik

ensemble – electronics

PHACE | FOUR WALLS

our series at
Wiener Konzerthaus
2021/22

 

CONDUCTORS
Nacho de Paz
Johannes Kalitzke

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …

Selten waren die eigenen vier Wände so mit Bedeutung aufgeladen wie in den vergangenen Monaten. Die Pandemie hat soziale und künstlerische Barrieren geschaffen, gefühlte meterhohe Mauern um uns herum hochgezogen. Wände definieren Begrenzungen, schaffen Distanz, trennen und entfremden. Zugleich schaffen sie aber einen neuen Potentialraum, der in dieser schwierigen Zeit auch als Quelle der Kreativität und hoch konzentrierter künstlerischer Arbeit genutzt wurde. Ein Spielfeld für die Kunst, Fundament, Leinwand und Projektionsfläche. Mit dem Zyklus FOUR WALLS widmet sich das PHACE den Wänden, den Räumen dazwischen und dem, was außerhalb liegt oder entstehen könnte und wirft einen Blick auf den vielfältigen künstlerischen Umgang mit Einsamkeit, Isolation, Entschleunigung und ihren Auswirkungen. FLASHFORWARD betrachtet die Kontraste zwischen strömendem Fluss und fester Form, zwischen künstlicher Landschaft und natürlicher Umwelt. In SPARKS & FLARE brechen sich Klänge an den Wänden, reflektieren flirrend zurück und füllen den Raum wie ein Kaleidoskop mit mikroskopischen Skulpturen und Momenten. HAPPINESS sucht in Stillstand und Fortschritt den Realitätsbezug und betrachtet das Eigene und Fremde im Spiegel des medialen Zusammentreffens. Christoph Herndlers BUCHE UND BLATT zeichnet schließlich mit geometrischer Präzision Fenster in die Wände und öffnet das Blickfeld für den freien Klangraum dahinter.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

Termine in diesem Zyklus
FR 18.11.2021 KH Zyklus 1 – PHACE | FLASHFORWARD – ensemble & electronics
DI 13.01.2022 KH Zyklus 2 – PHACE | SPARKS & FLARE  – ensemble
DI 30.03.2022 KH Zyklus 3 – PHACE | HAPPINESS – ensemble & electronics
DO 10.05.2022 KH Zyklus 4 – PHACE | BUCHE UND BLATT – ensemble

Details zum Programm finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

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ensemble

SKIN

19.Mar.2022 // 21:00
Salzburg, Aspekte

Lars Mlekusch, Dirigent
Juliet Fraser, Stimme
PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Walter Seebacher, Klarinette
Michael Krenn, Saxophone
Spiros Laskaridis, Trompete
Stefan Obmann, Posaune
Berndt Thurner, Percussion
David Panzl, Percussion
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Petra Ackermann, Viola
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Samuel Toro Perez, E.Git
Georgios Lolas, Akkordeon

Mit freundlicher Unterstützung der
Ernst von Siemens Musikstiftung

PROGRAMM

In Rebecca Saunders’ „Skin“ symbolisiert das größte menschliche Sinnesorgan den Schutz, der uns fehlt, wenn man enthäutet ist, den unaufhaltsamen Alterungsprozess, der auf der Haut ablesbar ist, sowie den Tastsinn. Das Werk ist für und mit der Sopranistin Juliet Fraser auf einen Text von Saunders entstanden. Birgitta Muntendorf geht in ihrem Quintett dem Phänomen nach, dass jedem Klang eine Reaktion innewohnt, die wir im Raum, als Resonanz oder in uns selbst finden können. Zesses Seglias hat für PHACE seine „Madrigali“ komponiert, die sich auf diese Renaissance-Vokalwerke beziehen, allerdings von den Musikern selbst parallel zu ihrem Spiel gesungen werden, wie ein Wiederhall aus einer vergangenen Zeit.

Rebecca Saunders
Skin für Sopran und 13 Instrumente, 2016

Brigitta Muntendorf
Shivers on speed für 5 Instrumente, 2013

Zesses Seglias
madrigali alla luce e al sangue für Ensemble, 2021

ensemble

PHACE | BUCHE UND BLATT

10.May.2022 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal

PHACE Series 21/22 – N°4

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

ARTISTS

PHACE

 

PROGRAMM

Christoph Herndler
BUCHE UND BLATT
für Ensemble, 2020/21 (UA)  D: 55‘
ein Auftragswerk von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Die Notation nimmt in den Werken von Christoph Herndler einen zentralen Stellenwert ein. Seine Partituren sind geometrisch präzise konstruierte Grafiken und stellen schon für sich alleine genommen Kunstwerke dar. Das visuelle Konstrukt der Notation dient dabei gleichzeitig als ordnendes Prinzip und als Mittel, musikalisch unvorhergesehene Situationen und akustisch erstaunliche Momente zu erzeugen. Die rigiden geometrischen Formen sorgen für einen geregelten Ablauf aus musikalische Freiräumen. Als selbstorganisierendes System kann diese Form der Ordnung auf ein Dirigat verzichten, weil alle Beteiligten zu jedem Zeitpunkt die gesamte Form der Komposition vor Augen haben. Die musikalische Form und das Hörerlebnis in Buche und Blatt entstehen daher aus einem antihierarchischen und gleichberechtigten Zusammenspiel der MusikerInnen, geleitet durch eine gemeinsame visuelle Ebene. Die konkreten klanglichen Ereignisse sind dabei weniger Folge des persönlichen und improvisatorischen Ausdrucks der InstrumentalistInnen, vielmehr sind Variabilität und Vielfalt der Musik bereits in der Notation erfasst und entstehen direkt aus der Geometrie.

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Einheitspreis
Mitglieder 72,60 Euro
Normal 88,- Euro

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Normal 88,- Euro

Jugendabo
Normal 48,- Euro

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