Ensemble & Electronics

Shifting Mirrors

6.Apr.2022 – 20:00
Osterfestival Tirol
Hall, Salzlager

PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Reinhold Brunner, Klarinette
Michael Krenn, Saxophone
Berndt Thurner, Percussion
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Petra Ackermann, Viola
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Samuel Toro Perez, E-Gitarre
Christina Bauer, Klangregie & Elektronik

 

 

PROGRAMM

PHACE ist steter Gast des Osterfestival Tirol und betrachtet mit Werken des 21. Jahrhunderts, darunter Tiroler Erstaufführungen, das jeweilige Thema. Dieses Jahr ist es die Erweiterung der musikalischen Möglichkeiten durch die Einbindung oder Imitation der Technik. Gewidmet ist das Konzert u.a. einem der Pioniere der elektronischen Musik, Horacio Vaggione. Der argentinische Komponist (*1943) hat ganze Generationen sowohl als Lehrer als auch über seine Musik geprägt und inspiriert. Zu hören sind an diesem Abend zwei seiner jüngsten Werke für Soloinstrument und Elektronik. Im Spiel mit der steten Verschiebung von Klängen bei Shifting Mirrors, ein Netzwerk von nicht zusammenhängenden Spiegeln, in dem sich der Interpret bewegt. Die Erweiterung von Klangräumen sowie Neudeutung von Instrumenten steht bei Timpani Trek im Zentrum. Ihm zur Seite gestellt sind junge Komponist*innen, die sich auf ihre ganz persönliche Weise mit den mittlerweile sehr fortgeschrittenen Möglichkeiten der Technik auseinandersetzen: Lorenzo Troiani auf der Suche nach dem Innenklang von Muscheln, Helmut Oehring und seiner musikalischen Umsetzung des Locked-in-Syndroms, Pierre Jodlowski mit This Leads To An Emotional Stasis über den zeitlosen Zustand und Mirela Ivičević mit einer Erstaufführung.

Lorenzo Troiani
La vita delle conchiglie für Ensemble, 2020 12‘
ein Auftragswerk von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Helmut Oehring
Locked – In – (1992) for guitar, violin, viola and cello, d:13’

Horacio Vaggione
Shifting Mirrors für Saxophon & Elektronik, 2016   d:10′

Horacio Vaggione
Timpani Trek für Schlagzeug und Elektronik, 2018 d: 8′

Mirela Ivičević
Lil für E-Gitarre, Saxophon, Cello und Elektronik, 2022 (EA)
ein Auftragswerk von PHACE, in Kooperation mit Osterfestival Tirol und mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Pierre Jodlowski
This Leads To An Emotional Stasis für Violine, Klavier, Percussion, Video, Licht und Elektronik, 2016 D: 24′

chamber music – voice – electronics

still less

15.Feb.2022 // 20:00
Filmquartier Wien – Grand Loft
Schönbrunner Straße 31
1050 Wien

cancelled due to Covid-19!
18.Dez.2021 // 20:00
Filmquartier Wien – Grand Loft
Schönbrunner Straße 31
1050 Wien

büro lunaire
Gina Mattiello, voice
Reinhold Schinwald, live electronics
Peter Venus, live electronics

PHACE
Petra Ackermann, viola
Max Ölz, double bass
Walter Seebacher, contrabass clarinet

sujet & header „still less“
(C) Mary McDonnell

a project by 

still less-büro lunaire_logo

in cooperation with

phace-logo

Besuch nur nach Anmeldung unter diesem LINK möglich
Eintritt: Freiwillige Spende
Es gilt die 2G-Regel!

In still less werden Arbeiten von Marco Momi, Christoph Herndler und Reinhold Schinwald in Beziehung zueinander gesetzt, in welchen Strenge, einfache und klare Bewegungsvorschriften zu komplizierten, teils chaotischen Klangereignissen führen.
Virtuosität zeigt sich innerhalb vieler dieser Werke nicht als vordergründiger musikantischer Vitalismus, sondern vielmehr als die Beherrschung spezifischer Instrumentaltechniken, die die Interpret:innen an die Grenzen des Machbaren führen.

Programm

Marco Momi
Premiere Berceuse sur rien
für Viola und Elektronik (ÖEA, 2019) – 10′

Reinhold Schinwald
membra disiecta
Stimme, Kontrabassklarinette und Live-Elektronik (2016/17) – 12′

Reinhold Schinwald
empreintes (erweiterte Fassung, UA)
Viola und Live-Elektronik – 15′

Christoph Herndler
Mutterland (UA)
für Stimme, Viola, Kontrabass und Zuspielung – 15′
nach einem Text von Gina Mattiello

Dauer ca. 60′

Ensemble 

Next Generation
Young Composers 2022

8.3.2022
ORF Radiokulturhaus Wien

19.3.2022
Aspekte Salzburg

 

Lars Mlekusch, Dirigent
PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Reinhold Brunner, Klarinette
Michael Krenn, Saxophone
Berndt Thurner, Percussion
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Anna Lindenbaum, Viola
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Alfred Reiter, Klangregie & Elektronik

 

 

PROGRAMM

Wohin entwickelt sich die Neue Musik? Wer kommt nach und wohin geht die Reise? Diese Fragen beschäftigen nicht nur PHACE. Das Ensemble hat sich daher gemeinsam mit Ö1 und AspekteSALZBURG auf die Suche nach jungen Komponist:innen gemacht, um schon einmal einen Blick nach vorne in die Zukunft zu richten.

Bei einem CALL FOR SCORES im Sommer 2021 wurden – aus vielen guten Einsendungen – vier hervorragende junge Komponist:innen von vier verschiedenen österreichischen Musikuniversitäten ausgewählt. Mit dem Auftrag, ein neues Werk für PHACE zu schreiben und dieses in enger Zusammenarbeit mit dem Ensemble zur Aufführung zu bringen, haben die vier Gewinner:innen nun sehr spannende und manchmal auch überraschende Stücke komponiert. Welche klanglichen Welten Soyeon Park, Carlos Gonzalez Bolanos, Giorgio Musolesi und Hristina Šušak dabei entworfen haben, wie sie der Musik ihre eigene Note verleihen und ihre musikalische Sprache entwickeln, kann beim Konzert im ORF RadioKulturhaus gehört werden und wenig später auch beim AspekteFESTIVAL in Salzburg erlebt werden.

Carlos Miguel Gonzalez Bolanos
Diez líquidos für Flöte, Klarinette, Klavier, Violin, Viola und Cello

Soyeon Park
Docking in Blue für Flöte, Klarinette, Saxophon, Klavier, Percussion, Cello und Kontrabass

Hristina Šušak
EXISTO …einem kleinen Hund gewidmet… für Flöte, Percussion, Violine, Viola, Cello, Kontrabass und Elektronik

Giorgio Musolesi
Trovato per la città dell’acque für Flöte, Klarinette, Saxophon, Klavier, Percussion, Violine, Cello und Elektronik

ensemble – electronics

PHACE | FOUR WALLS

our series at
Wiener Konzerthaus
2021/22

 

CONDUCTORS
Nacho de Paz
Johannes Kalitzke

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …

Selten waren die eigenen vier Wände so mit Bedeutung aufgeladen wie in den vergangenen Monaten. Die Pandemie hat soziale und künstlerische Barrieren geschaffen, gefühlte meterhohe Mauern um uns herum hochgezogen. Wände definieren Begrenzungen, schaffen Distanz, trennen und entfremden. Zugleich schaffen sie aber einen neuen Potentialraum, der in dieser schwierigen Zeit auch als Quelle der Kreativität und hoch konzentrierter künstlerischer Arbeit genutzt wurde. Ein Spielfeld für die Kunst, Fundament, Leinwand und Projektionsfläche. Mit dem Zyklus FOUR WALLS widmet sich das PHACE den Wänden, den Räumen dazwischen und dem, was außerhalb liegt oder entstehen könnte und wirft einen Blick auf den vielfältigen künstlerischen Umgang mit Einsamkeit, Isolation, Entschleunigung und ihren Auswirkungen. FLASHFORWARD betrachtet die Kontraste zwischen strömendem Fluss und fester Form, zwischen künstlicher Landschaft und natürlicher Umwelt. In SPARKS & FLARE brechen sich Klänge an den Wänden, reflektieren flirrend zurück und füllen den Raum wie ein Kaleidoskop mit mikroskopischen Skulpturen und Momenten. HAPPINESS sucht in Stillstand und Fortschritt den Realitätsbezug und betrachtet das Eigene und Fremde im Spiegel des medialen Zusammentreffens. Christoph Herndlers BUCHE UND BLATT zeichnet schließlich mit geometrischer Präzision Fenster in die Wände und öffnet das Blickfeld für den freien Klangraum dahinter.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

Termine in diesem Zyklus
FR 18.11.2021 KH Zyklus 1 – PHACE | FLASHFORWARD – ensemble & electronics
DI 13.01.2022 KH Zyklus 2 – PHACE | SPARKS & FLARE  – ensemble
DI 30.03.2022 KH Zyklus 3 – PHACE | HAPPINESS – ensemble & electronics
DO 10.05.2022 KH Zyklus 4 – PHACE | BUCHE UND BLATT – ensemble

Details zum Programm finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

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Preise Einzeltickets ab Herbst 2021 verfügbar!

chamber music / performance / video

Mürz im März

PHACE im Dialog mit Timm Ulrichs

Live-Recording am
30./31.3.2021
kunsthaus muerz
Mürzzuschlag

online ab 8.5.2021

PHACE

Mathilde Hoursiangou | Klavier / Clavichord / Keyboard / Spielzeug / Idee
Roland Schueler | Violoncello / Idee
Ernst Kovacic | Feldharmonium / Schreibmaschine
Markus Bruckner | Kamera / Schnitt / Ton / Idee

 

 

PROGRAMM

Vom Konzertsaal in den Ausstellungsraum: PHACE nimmt die Covid19-Beschränkungen zum Anlass und als Herausforderung an, neue Formate abseits gewohnter Konzert-Settings zu kreieren. In Mürz im März treten wir in einen Dialog mit den Kunstwerken von Timm Ulrichs, dem eine Soloausstellung im kunsthaus muerz gewidmet ist.

Mit Werken von Katharina Klement, John Cage, Nigel Osborne, Juliana Hodkinson, Anton Webern u.a.

Online ab 8.5.2021 – 19:30

ensemble

SKIN

19.Mar.2022 // 21:00
Salzburg, Aspekte

Lars Mlekusch, Dirigent
Juliet Fraser, Stimme
PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Walter Seebacher, Klarinette
Michael Krenn, Saxophone
Spiros Laskaridis, Trompete
Stefan Obmann, Posaune
Berndt Thurner, Percussion
David Panzl, Percussion
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Petra Ackermann, Viola
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Samuel Toro Perez, E.Git
Georgios Lolas, Akkordeon

Mit freundlicher Unterstützung der
Ernst von Siemens Musikstiftung

PROGRAMM

In Rebecca Saunders’ „Skin“ symbolisiert das größte menschliche Sinnesorgan den Schutz, der uns fehlt, wenn man enthäutet ist, den unaufhaltsamen Alterungsprozess, der auf der Haut ablesbar ist, sowie den Tastsinn. Das Werk ist für und mit der Sopranistin Juliet Fraser auf einen Text von Saunders entstanden. Birgitta Muntendorf geht in ihrem Quintett dem Phänomen nach, dass jedem Klang eine Reaktion innewohnt, die wir im Raum, als Resonanz oder in uns selbst finden können. Zesses Seglias hat für PHACE seine „Madrigali“ komponiert, die sich auf diese Renaissance-Vokalwerke beziehen, allerdings von den Musikern selbst parallel zu ihrem Spiel gesungen werden, wie ein Wiederhall aus einer vergangenen Zeit.

Rebecca Saunders
Skin für Sopran und 13 Instrumente, 2016

Brigitta Muntendorf
Shivers on speed für 5 Instrumente, 2013

Zesses Seglias
madrigali alla luce e al sangue für Ensemble, 2021

ensemble

PHACE | BUCHE UND BLATT

10.May.2022 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal

PHACE Series 21/22 – N°4

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

ARTISTS

PHACE

 

PROGRAMM

Christoph Herndler
BUCHE UND BLATT
für Ensemble, 2020/21 (UA)  D: 55‘
ein Auftragswerk von PHACE, mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Die Notation nimmt in den Werken von Christoph Herndler einen zentralen Stellenwert ein. Seine Partituren sind geometrisch präzise konstruierte Grafiken und stellen schon für sich alleine genommen Kunstwerke dar. Das visuelle Konstrukt der Notation dient dabei gleichzeitig als ordnendes Prinzip und als Mittel, musikalisch unvorhergesehene Situationen und akustisch erstaunliche Momente zu erzeugen. Die rigiden geometrischen Formen sorgen für einen geregelten Ablauf aus musikalische Freiräumen. Als selbstorganisierendes System kann diese Form der Ordnung auf ein Dirigat verzichten, weil alle Beteiligten zu jedem Zeitpunkt die gesamte Form der Komposition vor Augen haben. Die musikalische Form und das Hörerlebnis in Buche und Blatt entstehen daher aus einem antihierarchischen und gleichberechtigten Zusammenspiel der MusikerInnen, geleitet durch eine gemeinsame visuelle Ebene. Die konkreten klanglichen Ereignisse sind dabei weniger Folge des persönlichen und improvisatorischen Ausdrucks der InstrumentalistInnen, vielmehr sind Variabilität und Vielfalt der Musik bereits in der Notation erfasst und entstehen direkt aus der Geometrie.

Abonnements & Ticketpreise

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Mitglieder 80,30 Euro
Normal 88,- Euro

Jugendabo
Normal 48,- Euro

Preise Einzeltickets ab Herbst 2021 verfügbar!

ensemble  & electronics

PHACE | HAPPINESS

30.Mar.2022 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal

PHACE Series 21/22 – N°3

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Michi Krenn, Saxophon
Berndt Thurner, Schlagwerk
David Panzl, Schlagwerk
Mathilde Housiangou, Klavier
Ivana Pristasova Zaugg, Violine
Roland Schueler, Cello
Maximilian Ölz, Kontrabass
Samuel Toro Perez, E-Gitarre
Christina Bauer, Klangregie

 

PROGRAMM

Igor C Silva
Smart-alienation

für flexibles kleines Ensemble, Elektronik und Video, 2016 (ÖEA) D: 8′

Marta Sniady
4 rituals of women’s happiness

für Flöte, Saxophon, E-Gitarre, Cello, Percussion, Video und Elektronik, 2019  (ÖEA) D: 12‘

Mirela Ivičević
Lil für E-Gitarre, Saxophon, Cello und Elektronik, 2022 (UA)
ein Auftragswerk von PHACE, in Kooperation mit Osterfestival Tirol und mit Unterstützung durch das Wiener Konzerthaus

Pierre Jodlowski
This Leads To An Emotional Stasis

für Violine, Klavier, Percussion, Video, Licht und Elektronik, 2016 (ÖEA) D: 24′

 

HAPPINESS sucht in Stillstand und Fortschritt den Realitätsbezug und betrachtet das Eigene und Fremde im Spiegel des medialen Zusammentreffens.

Smart-alienation von Igor C Silva betrachtet das in Smartphones und Co. inhärente Potential von Eskapismus und Realitätsflucht und richtet den Blick darauf, inwieweit uns neue Technologien immer weiter von der Wirklichkeit entfremden.  Marta Sniady stellt in 4 Rituals of Women’s Happiness den medial und online verstärkten Schönheitskult unserer Gesellschaft ins Zentrum. Sie entlarvt die kultischen Mechanismen im Heilsversprechen der Selbstoptimierung das in der Werbung vor allem an Frauen gerichtet wird. Das tägliche Schönheitsritual als religiöse Handlung, als Weg ins Paradies und die Indoktrinierung zum kosmetischen Konsumismus bilden das Zentrum ihres Stücks.

Die Musik von Mirela Ivičević spannt meist surreale Räume auf, baut aus denaturierten Realitätsfragmenten hyperaktive und schnell veränderliche Klangwelten. Ihr mit Spannung erwartetes neues Werk erweitert die mediale Realitätssuche des Konzertabends um eine entsprechende Facette. Sehr gegensätzlich dazu stellt Pierre Jodlowski in This Leads To An Emotional Stasis die Bewegungs- und Zeitlosigkeit in den Mittelpunkt. Stasis als entschleunigter Zustand der Wahrnehmung dient hier als Ausdruck einer musikalischen Form außerhalb des gewohnten Flusses der Zeit und als Gegenpol zu Hektik und Erregungen der Welt.

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