UPCYCLING BABYLON

2020/21

ein Vermittlungsprojekt von andother stage & PHACE

Idee & Konzept

Jorge Sánchez-Chiong, Brigitte Wilfing, Reinhard Fuchs

Projektorganisation

Veronika Grossberger

künstlerische Leitung

Jorge Sánchez-Chiong, Brigitte Wilfing

 

ein Projekt im Rahmen von Kulturkatapult. Eine Initiative der Stadt Wien in Kooperation mit wienXtra und OeAD
mit der freundlichen Unterstützung von seeLab und mediaOpera

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mehr Infos zu Kulturkatapult:
Medienbericht club.wien.magazin

Sachsponsoren

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Das Erfolgserlebnis, aus etwas Unbrauchbarem, etwas Besonderes gemacht zu haben: aus Müll eine E-Gitarre, aus Enttäuschungen einen Song, einen Rap mit DJing, aus Fake News Szenen für Computer-Game und Musikvideo. Der kreative Umgang mit der eigenen Welt und Umwelt steht im Zentrum von Modulen um das Upcycling von Materialien in Musikinstrumente, sowie von Kommunikationskonflikten in multimediale Erzählungen. Spezialist*innen in Vermittlung, Instrumentenbau, Game-Design, DJing, Musik und Performance der Ensembles andother stage & PHACE fördern die Jugendlichen in der Erweiterung ihrer Möglichkeiten und spielen und begleiten auf den neugebauten Instrumenten. Ausflüge ins Konzerthaus, Kooperation mit dem Weltmuseum unterstützen die Bildung kultureller Tätigkeiten als Identifikation.

UPCYCLING BABYLON bietet Zeit- und Denkraum für Entfaltung und Experiment, lustvoll, prozessorientiert, jenseits kommerzieller Zwänge. Jugendliche arbeiten mit Material, mit dem sie täglich in ihrer Ausbildung zu tun haben: sei es Metall, Holz, Plastik oder Papier. Das Material, das eine bestimmte Funktion und Ausrichtung innerhalb der beruflichen Tätigkeit hat, erfährt in diesem Projekt eine Umdeutung, eine neue Perspektive. An der zeitlichen Disposition von Jugendlichen und Ausbildungsstätten orientiert, arbeitet UPCYCLING BABYLON modular mit der Absicht, bereits innerhalb kurzer Begegnungen Ergebnisse zu erzielen, aber auch eine Vertiefung und Kontinuität zu ermöglichen. Die Module decken auch ein breites Spektrum an aktuellen, künstlerischen Tätigkeiten und Disziplinen und bieten Einblick in Prozesse, die von Poesie über Digital Music bis hin zu Gaming reichen.

Das Projekt geht von der Realität der Jugendlichen aus, von ihrem Arbeitsmaterial, von Botschaften in Sozialen Medien, mit denen sie sich beschäftigen. Themen wie Medienkritik und Selbstbestimmung stehen im Fokus der Arbeit. Die Übergänge zwischen den Disziplinen sind fließend und lassen den Jugendlichen Spielraum für Entscheidung und Schwerpunktsetzung. Jugendliche werden dabei unterstützt, ihre Instrumente, Texte, DJ-Techniken, Sampling- und Gamesequenzen selbst zu entwerfen und zu Kulturmacher*innen zu werden. Auch erfahren sie Wertschätzung und Einblicke in künstlerische Schaffensprozesse durch die Abschlussveranstaltung des Projektes, wo sie die Möglichkeit haben, mit den Künstler*innen der beiden Ensembles im Weltmuseum aufzutreten, ihr Material auszustellen, Kontextualisierungsprozesse zu erleben und zur Beobachter*in zu werden, wie sich Materialien zu Werke formulieren und transformieren.

In UPCYCLING ist der Bau der E-Gitarre zentral. Das meist gespielte Instrument der Welt verbindet viele Genres der Jugendkultur wie Rock, Pop, Songwriting, Punk, Metal, Funk. Jede E-Gitarren-Form hat eine popkulturelle Bedeutung, jede Abweichung einen Eigensinn. UPCYLING schärft den Sinn für den Klang von Hölzern und Materialien.

In BABYLON stehen die eigenen Geschichten und Erfahrungen, die Themen der Jugendlichen im Mittelpunkt. Ihr Audruck, ihre Stimme ist hier im Fokus. Deren Vielfalt ist dabei zentral. Die Umsetzung in Songs, Raps und Computer-Games betreffen Genres, in denen sie sich auskennen und ermächtigt sie im Dialog.
Die Spiele basieren auf 3D-Welten, die erkundet werden und die Tore zu anderen Welten verstecken. Diese Welten entstehen durch das Fotogrammetrieren, ein Verfahren, das aus zweidimensionalen Fotos und Videos begehbare Räume kreiert. Jugendliche wählen Umgebungen aus (es kann ganz Wien sein oder eine überdimensionale Teetasse, ihr Arbeitsplatz oder das eigene Aquarium), fotografieren und grammetrieren sie mit dem eigenen Handy, während ein Team von Game-Entwickler*innen kreative Wege und 3D Open Source Programme zum Feinschliff zeigt: Raumverfremdung, ins Szene Setzung, Kameraführung u.a.

Im abschließenden UPCYCLING BABYLON führt das Projekt in die Grenzbereiche zeitgenössischer Musik, Performance und Club Culture. Ein Dutzend Geräte und Elektronische Instrumente, die nach keiner virtuosen Fingerfertigkeit verlangen, wurden dafür ausgewählt: Sequenzer, Beatmachine, Sampler u.a. funktionieren nach ähnlicher Logik und technischen Prinzipien wie viele Geräte, die in der Lehre verwendet werden. Diese bringen die Welt des DJing und der DJ-Produktion zur Selbstermächtigung näher.

 

Mit: Jorge Sánchez-Chiong, Brigitte Wilfing (künstlerische Leitung / Workshops), Veronika Grossberger (Projektorganisation),
Roland Schueler, Louise Linsenbolz & Thomas Wagensommerer (Workshops), MusikerInnen von PHACE und andother stage

narrator – ensemble – electronics

PHACE | SITUATIONS

our series at
Wiener Konzerthaus
2020/21

 

CONDUCTORS
Nacho de Paz
Lars Mlekusch

PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Berndt Thurner, percussion
Ivana Pristasova, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …

Mit dem neuen Zyklus SITUATIONS eröffnet PHACE Spielräume für persönliche Interpretationen und Brüche mit allumfassenden Wirklichkeiten. Geformt im Zusammenspiel von kontrastreichen Sinneseindrücken entstehen spontane, vielfältige Verknüpfungen zwischen dem Erinnerten und dem im Moment Erklingenden. SITUATIONS entfacht wechselwirkende Klangräume, die unsere Imagination aufs Schärfste befeuern.
In TUNES verflechten sich Erinnerungsfragmente zu unentwirrbaren Klanggewölben und stellen Ambiguitäten auf immer neuen Bedeutungsebenen gegenüber. STRATA schürft in reizüberfluteten Räumen nach Momenten des authentischen, ehrlichen Ausdrucks. Fieberhaft und sarkastisch gestaltet sich die kuriose Show HELL von Sarhan: Rhythmisierte Stimmen aus dem Off treffen auf zeitgenössische Klangphrasen, vermischt mit Versatzstücken aus Jazz, Rock und Pop. Kraftvoll-repetitive, maschinenartige Collagen in RECALL bereiten den Boden, uns in andere hineinzuversetzen, deren Geschichte zu betrachten, sie zu entdecken – mit verblüffenden Wendungen.

Vor jedem Konzert spricht Juri Giannini um 18.45 Uhr im Neuen Salon mit Komponistinnen und Komponisten des jeweiligen Abends.

Termine in diesem Zyklus
FR 27.11.2020 KH Zyklus 1 – PHACE | TUNES – ensemble & electronics
DI 16.02.2021 KH Zyklus 2 – PHACE | STRATA – ensemble & electronics
DI 16.03.2021 KH Zyklus 3 – PHACE | HELL – narrator & ensemble
DO 27.05.2021 KH Zyklus 4 – PHACE | RECALL – ensemble

Details zum Programm finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

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Einheitspreis
Mitglieder 71,- Euro
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Rollstuhlplatz + Begleitperson
Mitglieder 79,30 Euro
Normal 87,- Euro

Jugendabo
Normal 48,- Euro

Preise Einzeltickets ab Herbst 2020 verfügbar!

Mitglieder der Wr. Konzerthausgesellschaft (Beitrag für die Saison 2020/21: € 70,–) erhalten 17,5% Ermäßigung auf bis zu zwei Abonnements pro Zyklus.
ensemble 

PHACE | RECALL

27.May.2021 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio Saal

PHACE Series 20/21 – N°4

A production by PHACE & Wiener Konzerthaus

ARTISTS

Lars Mlekusch, conductor

 

PHACE

 

 

Wie viele Gesichter begegnen uns, ohne dass wir sie wirklich sehen, ohne dass uns ihre Erinnerungen bekannt sind? Mit Ironie, Kraft und Energie, versucht RECALL uns in andere hineinzuversetzen, deren Geschichte zu betrachten, sie zu entdecken. Ondřej Adámek verarbeitet in seinem Werk Stimmensamples von Freund*innen und Roboteraspekte japanischer Lebensweisen zu kraftvoll-repetitiven, maschinenartigen Collagen. „People / Time“ von Pierre Jodlowski erzählt eine Geschichte oder vielmehr einige Geschichten, über ein verfallendes Blatt, über Straßen, wo die weißen Mittelstreifen zu einem Maß der Zeit werden, über brennende und ineinander verschmelzende Gesichter. „USED REDUX“ konfrontiert das Publikum mit scheinbar zusammenhanglosen, pulsierenden Bildfolgen zweier Personen, die von pochenden, rhythmischen musikalischen Mustern begleitet werden. Die gleichen Bilder kehren in den letzten 10 Minuten von Wolfgang Mitterers „networds 14#3“ wieder und wandeln in verändertem musikalischen Kontext unsere Wahrnehmung, die uns die einmal gesehen Bilder plötzlich völlig neu interpretieren lässt.

 

PROGRAMM

Ondřej Adámek
Ça tourne ça bloque
für 10 Instrumente und Sampler (2007–08)

Jorge Sanchez-Chiong
USED REDUX
für Ensemble und Video 11’

Pierre Jodlowski
PEOPLE TIME
für 6 Instrumente, Live-Elektronik und Video 25’

Wolfgang Mitterer
networds 14#3 für Ensemble und Elektronik (2021)  (UA) d:22’

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ensemble

Lichtbogen

12.Jun.2021 // 18:00
Krems, Imago Dei

02.April.2021 // 19:00
Krems, Imago Dei
(Covid19-cancellation)

09.April.2020 // 19:00
Krems, Imago Dei
(Covid19-cancellation)

Nacho de Paz, Dirigent

PHACE

Doris Nicoletti, Flöte
Alvaro Collao Leon, Saxophon
Berndt Thurner, Schlagwerk
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Ivana Pristasova, Violine
Anna Lindenbaum, Violine
Petra Ackermann, Viola
Roland Schueler, Cello
Maximilian Ölz, Kontrabass
Tina Zerdin, Harfe
Alfred Reiter, Klangregie

Als Licht- und SchattenspielerInen treten die MusikerInnen von PHACE im Klangraum Minoritenkirche in Erscheinung: Sie folgen den Bewegungen riesiger Nordlichter, welche die finnische Komponistin Kaija Saariaho über den arktischen Himmel ziehen sah und sie zur Form und Sprache ihres Werkes „Lichtbogen“ inspirierten. Flimmernde und flatternde Tonspuren scheinen die himmlischen Lichtspiele zu reflektieren. Eine Feuerwerksmusik der leisen Art ist „Lightness“ der Britin Juliana Hodkinson: Drei MusikerInnen spielen mit dem verstärkten Klang von Streichhölzern, Streichholzschachteln, Schleifpapier, Wasser und Sand. Von Zesses Seglias wird PHACE ein Auftragswerk von Imago Dei und ein ebenfalls mit Spannung erwartetes neues Werk der in Österreich lebenden Moskauer Komponistin Alexandra Karastoyanova Hermentin (Auftragswerk Aspekte Festival Salzburg) auch in Krems zur Aufführung bringen.


Programm

Zesses Seglias
Madrigale alla luce e al sangue für Ensemble (UA), 2020/21
ein Auftragswerk von PHACE und Land Niederösterreich

Alexandra Karastoyanova-Hermentin
Tschinar für Ensemble, 2019/20   13′
 
Kaija Saariaho
Lichtbogen
 für Ensemble und Elektronik, 1986 18′

Juliana Hodkinson
Ligntness – sound and light theatre für 3 MusikerInnen, 2015   18′

TICKETS PHACE ``Lichtbogen``

Direkt über das Festival Imago Dei erhältlich:

TICKETS PHACE LICHTBOGEN

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