Maserholz
10.Oct. 2026 // 19:30
ORF musikprotokoll
Graz, Helmut List Halle
10.Oct. 2026 // 19:30
ORF musikprotokoll
Graz, Helmut List Halle
Michael Wendeberg, conductor
Helēna Sorokina, voice
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Jacobo Hernández Enríquez, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Alexandra Dienz, double bass
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
In Maserholz untersucht Rafał Ryterski das gleichnamige wuchernde Phänomen im Holzwachstum, das zugleich Deformation, Heilung und Homöostase repräsentiert. Maserholz wird zur Metapher für organische Prozesse, in denen Wachstum und Verletzung aufeinandertreffen, ineinander greifen und zu eindrucksvoll verflochtenen Resultaten führen. epicyclic noise (als überarbeitete Neufassung 2018/26) von Manuela Kerer greift die Epizykeltheorie auf, die trotz einiger Ungereimtheiten sehr lange Zeit als Erklärungsmodell für die Bewegung der Himmelskörper diente. Klangquellen, Sound-Noise-Acrobats und Streichquintett kreisen um ein imaginäres Zentrum, ergänzen und opponieren sich simultan, während das Zentrum im Verlauf der Zeit ausgehebelt wird und am Ende gänzlich seinen Einfluss verliert. Alexander Schubert hebelt in AUTO FICTION die Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion aus und wandert durch ein geändertes Archiv der prägendsten, intensivsten und herausragendsten Erinnerungen. In Christoph Renharts Échos éloquents spinnt sich wiederum ein Dialog zwischen Gesagtem und Zurückgesagtem durch die stumme Kulisse der Zeit. Das Werk nähert sich dem was aus dem Echo spricht ist, was es nicht sagt, was es verschluckt, was es zerdehnt, was verhallt.
Programm
Manuela Kerer
epicyclic noise für Sound-Noise-Acrobats, Streichquintett und Zuspielung, 2026
(UA der adaptierten Fassung, 2018/2026)
Christoph Renhart
Echos Eloquents für Ensemble, 2016
Alexander Schubert
AUTO FICTION für Ensemble und Elektronik, 2026 UA
Kompositionsauftrag von PHACE, Radio Österreich 1 in Kooperation mit ORF musikprotokoll, Music Biennale Zagreb, ermöglicht von der ![]()
Rafał Ryterski
Maserholz für verstärktes Ensemble, 2026 UA
Kompositionsauftrag von Radio Österreich 1 in Kooperation mit ORF musikprotokoll für PHACE, ermöglicht von der
, mit freundlicher Unterstützung: Polnisches Institut Wien

18.Sep. 2026 //19:00
Klangspuren Schwaz
Innsbruck, Tiroler Landestheater
PHACE
Walter Seebacher, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Clara Spieler, violin
Petra Ackermann, viola
Barbara Riccabona, cello
Alexandra Dienz, double bass
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
2023 fand die kanadische Komponistin Corie Rose Soumah während einer Europa-Reise Trost im Roman einer österreichischen Autorin: Marlen Haushofers „Die Mauer“ berührte Soumah so sehr, dass sie sich ihrer Trauer hingeben konnte und genau darin Trost und die Fähigkeit zu Veränderung und Wachstum fand. Unter diesen existenziellen Eindrücken entstand ihr Streichquartett We, to be so transformed, dem bei Klangspuren das neue Auftragswerk the bloodred season comb(‘s) the sun zur Seite gestellt wird. Dieses wiederum findet Inspiration in der Poesie der Amerikanischen Autorin Emily Carr.
Die anderen vier kurzen Stücke des Abends stammen von Zara Ali. Die elektronische Komposition Red City lässt Samples der Neuen Vocalsolisten Stuttgart in einer dreidimensionalen Klangästhetik durch den Raum flirren. In thermo_doxa befasst sich Ali damit, was Hitze und Dogma verbindet, oder genauer: mit dogmatischen Religionen aus heißen Klimazonen. Das kammermusikalische Passing Fragrance, Hidden Veil ist von einem Gemälde des pakistanischen Malers Abdur Rahman Chugthai inspiriert, während in Circular scrape die Klänge einer sich drehenden Münze darauf warten, mit digitalen Mitteln ebenfalls verwandelt zu werden.
PROGRAMM
Zara Ali
Passing Fragrance, Hidden Veil für Streichquartett, 2025 ÖEA
Zara Ali
Circular Scrape, Elektronische Musik, 2021 ÖEA
Zara Ali
Red City Elektronische Musik, 2022 ÖEA
Zara Ali
thermo_doxa für Klarinette, Viola, Drumset und Elektronik, 2024
Corie Rose Soumah
the bloodred season comb(‘s) the sun für Kammerensemble, 2026 UA
Auftragswerk von Klangspuren Schwaz
Corie Rose Soumah
We, To Be So Transformed für Streichquartett, 2025 ÖEA

21. Jul. 2026 // 20:00
Ouverture Spirituelle
Salzburger Festspiele,
Kollegienkirche Salzburg
Cordula Bürgi, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Francesco Palmieri, guitar & theorbo
Tina žerdin, harp
Olivier Marin, viola d’amore
Roland Schueler, cello
Alexandra Dienz, double bass
Cantando Admont
Friederike Kühl, soprano
Hannah Dienes-Williams, soprano
Elina Viluma-Helling. mezzosoprano
Cornelia Sonnleithner, alto
Terry Wey, countertenor
David de Winter, tenor
Hugo Paulsson-Stove, tenor
Thomas Köll, tenor
Artem Paches, baritone
Michael Hickman, baritone
Uli Staber, bass
Die Lamentationen über die Klagelieder Jeremias, entstanden für die Liturgie der Karwoche, verbinden strenge kontrapunktische Kunst mit einer außergewöhnlichen Ausdruckstiefe. Charakteristisch ist Morales’ Fähigkeit, den zutiefst affektgeladenen Klage-Text in eine musikalische Sprache zu übersetzen, die zugleich von klarer Ordnung und intensiver innerer Spannung getragen ist. Der Wechsel zwischen dichter Polyphonie und transparenten, beinahe meditativ wirkenden Passagen lässt Schmerz, Verlassenheit und Trauer mit großer Eindringlichkeit hervortreten. Dabei ist die Musik von außergewöhnlicher Schönheit und zugleich von einer bemerkenswerten, anmutigen Nüchternheit. Demgegenüber steht Klaus Hubers Miserere hominibus (2005/2006) für sieben Stimmen und sieben Instrumentalist:innen – eines der eindrucksvollsten Werke liturgischer Musik des 20. Jahrhunderts. In ihm entfaltet sich eine vielschichtige Klangsprache, die gleichermaßen nach der diesseitigen wie nach der jenseitigen Welt greift. Intensive, erschütternde Tutti-Passagen stehen versöhnlichen, ruhigen Momenten von einnehmender Schönheit und Zartheit gegenüber. Es ist eine Musik, die den Ruf nach Erbarmen radikal in die Gegenwart holt. Im Zusammenspiel der beiden Werke wird deutlich, wie sich musikalische Klage über Jahrhunderte hinweg verschiebt: von ritueller Ordnung hin zu einer existenziell und politisch zugespitzten Anrufung.
Programm
Cristobal de Morales
Lamentationen (ca. 1530) für 6 Stimmen
Klaus Huber (1924-2017):
Miserere hominibus für 7 Stimmen und 7 Instrumentalist:innen, 2005/06

27.Nov.2026 // 19:30
Wien Modern
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Matthias Kranebitter startet ein musikalisches Experiment über Wahrnehmung im Zeitalter akustischer Überforderung. Mit einem maschinellen Hörsystem, das in Echtzeit Ensembleklänge und Alltagsgeräusche analysiert, wird, inspiriert vom „Cocktailparty-Effekt“, das scheinbare Klangchaos zum Modell für Aufmerksamkeit und Selektion. Corie Rose Soumahs States of Intermeshing, viii. what is past is prologue verbindet Klang und politische Reflexion. Das Werk beleuchtet die Verflechtung von kolonialer Geschichte, apokalyptischen Diskursen und gegenwärtigen Machtstrukturen. Mit Anklängen an Soul und R&B und Texten von Achille Mbembé wird Musik zum Raum für Erinnerung, Widerstand und postkoloniale Befreiung. In QUEE(n)R macht Davor Vincze „Bohemian Rhapsody“ zum Ausgangspunkt einer offenen Improvisation. Fragmente des Originals werden zerlegt, neu kombiniert und in Bewegung gehalten, während auf visueller Ebene mit Hilfe von KI-Bildgeneratoren die Ambiguität und das queere Potential von Gesichtern hervorgehoben wird. Ein Spiel mit Identitäten und Bedeutungen – fluid, vielstimmig und voller überraschender Wendungen. Ein neues Werk von Georgia Koumará vereint viele Themenstellungen des Abends. Darin erforscht die Komponistin Kommunikation, Empathie und Macht als dynamische Kräfte. Musikalische Prozesse entwickeln sich, kollidieren und verändern einander – ein klingendes Netzwerk von Beziehungen, das gesellschaftliche Strukturen hörbar macht
PROGRAMM
Matthias Kranebitter
28 Auditory Scenes for investigating cocktail party deafness für Ensemble und Elektronik, 2022
Corie Rose Soumah
States of Intermeshing: vii. what is past is prologue für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagwerk, Violine, Cello, Elektronik und Zusatzinstrumente, 2025 (ÖEA)
Davor Vincze
QUEE(n)R für Flöte, Saxophon, Percussion, Keyboard, Elektronik und Video, 2023 (ÖEA)
P A U S E
Georgia Koumará
Neues Werk für Ensemble und Elektronik, 2026 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE & Wien Modern, ermöglicht von der ![]()
Eine Produktion von PHACE, Wien Modern und Wiener Konzerthaus
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25.May.2027 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
Helēna Sorokina, voice
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
In Illusions entwickelt Philip Venables gemeinsam mit dem LGBTQIA+-Performancekünstler David Hoyle ein multimediales Werk für Sprecher (Video) und Ensemble. Hoyles Videoperformance konfrontiert das Publikum mit einem Strom aus politischen Tiraden, persönlichen Angriffen, groteskem Humor und provokativer sexueller Direktheit. Er attackiert Heuchelei, gesellschaftliche Ungleichheit, toxische Männlichkeit und Konsumismus und changiert sprachlich zwischen bitterem Ernst, bewusstem Tabubruch und kabarettistischem Spott. Und die Musik? Reagiert mit gleicher Intensität: rhythmisch aggressiv, eruptiv, dann wieder schimmernd und irritierend glatt. Klangflächen und Gesten wirken wie verzerrte Werbebotschaften oder politische Slogans, verzahnen sich mit den Bildern zu einem ruckhaften, fast gewaltsamen Wechselspiel, das das Publikum unweigerlich hineinzieht. Illusions ist ein unbarmherziger Spiegel, der die Zuschauerinnen auf den Prüfstand stellt und ihre Haltung ebenso wie ihre Rolle als Konsument*innen von Kunst hinterfragt. Neue Werke von Alexander Schubert, der in AUTO FICTION die Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion aushebelt und durch ein geändertes Archiv der prägendsten, intensivsten und herausragendsten Erinnerungen wandert, und Marco Döttlinger versprechen ein einnehmendes und wohl auch eindringliches Hörerlebnis. Mit dem elften Satz von Corie Rose Soumahs Werkzyklus States of Intermeshing schließt sich auch thematisch der Kreis zum Beginn des Konzertzyklus. xi. épilogue erforscht eschatologische Kräfte, ökologische Krisen und Selbstfindung. “There are flowers blooming in Antarctica” – ein poetisches, fragiles, klangsinnliches Stück, wie ein seltsam friedlicher Nachhall nach der Katastrophe, der den Blick in eine andere fragile Realität freigibt.
Philip Venables
Illusions (feat. David Hoyle) für Ensemble und Video, 2017 (ÖEA)
Marco Döttlinger
Neues Werk, 2026/27 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE
Corie Rose Soumah
States of Intermeshing: xi. épilogue für Violine, Cello, Klavier und Elektronik, 2024 (ÖEA)
P A U S E
Alexander Schubert
AUTO FICTION für Stimme, Ensemble, Elektronik und Video, 2026
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9.Mar.2027 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Der Glaube an die Kraft ritueller Abläufe und verbaler Formeln ist tief in der Geschichte der Menschheit verankert. Genau dieser Glaube an die transformative Kraft, an den Prozess und an die Notwendigkeit der rituellen „Selbsterneuerung“ bildet das Zentrum von Eva Reiters neuem Projekt RITUS. Im Wechselspiel zwischen solistischer Erzählung (Solo, Duo, Trio) und chorischem Kommentar entwickelt sich jeder der beteiligten Musiker*innen im Verlauf des Stückes zur zentralen Figur des Geschehens, die ihre ureigene Geschichte erzählt. Utopische Klangapparate, die direkt mit persönlichen musikalischen Gesten verbunden sind, sind die „Instrumente“, die Transformation initiieren. In einer räumlichen und theatral-szenischen Inszenierung untersucht die Musik in RITUS die Möglichkeiten und Prozesse einer rituellen Verwandlung. Um eine Realität zu offenbaren, die bis dahin nur als Potenzial existierte – ungesehen, ungehört, unberührt.
PROGRAMM
Eva Reiter
RITUS eine musiktheatrale Raumkomposition für Ensemble, 2026 (UA)
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26.Jan.2027 // 19:30
Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
Michael Wendeberg, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Es ist eine „Geschichte der Gefühle“, die sich musikalisch und visuell entfaltet: Gesichter werden zu visuellen Stimmen, die im Ensemble mitspielen und eine eigene narrative Ebene eröffnen. In FACES erforscht Clemens Gadenstätter die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Umwelt als sozial-musikalische Plastik in der Zeit. Bühne, Raum und Klang verschränken sich – verbunden durch gespannte Metalldrähte, als Instrument und skulpturales Objekt zugleich – zu einer beweglichen Raum-Zeit-Skulptur, in der Wahrnehmung, Raum und Zeit neu erfahrbar werden und die bestehende Ordnungen, vielleicht auch nur für die Dauer der Aufführung, verflüssigt und neu denkbar wird. Im neuen Werk Maserholz untersucht Rafał Ryterski das gleichnamige wuchernde Phänomen im Holzwachstum, das zugleich Deformation, Heilung und Homöostase repräsentiert. Maserholz wird zur Metapher für organische Prozesse, in denen Wachstum und Verletzung aufeinandertreffen, ineinander greifen und zu eindrucksvoll verflochtenen Resultaten führen. epicyclic noise (als überarbeitete Neufassung 2018/26) von Manuela Kerer greift die Epizykeltheorie auf, die trotz einiger Ungereimtheiten sehr lange Zeit als Erklärungsmodell für die Bewegung der Himmelskörper diente. Klangquellen, Sound-Noise-Acrobats und Streichquintett kreisen um ein imaginäres Zentrum, ergänzen und opponieren sich simultan, während das Zentrum im Verlauf der Zeit ausgehebelt wird und am Ende gänzlich seinen Einfluss verliert.
PROGRAMM
Manuela Kerer
epicyclic noise für Sound-Noise-Acrobats, Streichquintett und Zuspielung, 2018/2026
Rafał Ryterski
Maserholz für verstärktes Ensemble, 2026
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P A U S E
Clemens Gadenstätter
FACES für Ensemble, Elektronik, Raum und Fotofilm 2025/26 (UA)
Fotofilm: Otto Saxinger
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PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
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SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Die Realität ist formbar, bis sie es nicht mehr ist – Systeme und Ordnungen taumeln zwischen fragilen Gleichgewichten. Krisen, soziale Ungleichheiten, Klimawandel und Migration zeigen neue Bruchlinien auf, während die digitale Informationsflut fragt, ob wir den eigenen Augen und Ohren noch trauen. In THE UNSTABLE REAL laden wir ein, diese unstete Realität zu erleben, ihre Brüche wahrzunehmen und neu zu denken – ästhetisch, emotional, gesellschaftlich und politisch. Mit Georgia Koumará, die ein Netzwerk von Beziehungen, Dynamiken und gegenseitigen Abhängigkeiten erforscht, oder mit Clemens Gadenstätter, der Wechselwirkungen zwischen Individuum und Umwelt in der Zeit erfahrbar macht. Eva Reiter geht mit utopischen Klangapparaten dem transformativen Potential von Riten nach, bevor Philip Venables einen unbarmherzigen Spiegel hochhält und mit provokativer, sexueller Direktheit die heuchlerischen Illusionen unserer Gesellschaft zerschlägt. Dazwischen ist der Zyklus randvoll mit Neuem, mit klanglichen Kostbarkeiten und mit Musik, die Wirklichkeit fordert.
#1 FR 27.11.2026 ⎹ STATES OF INTERMESHING
#2 MI 26.01.2027 ⎹ FACES
#3 DI 09.03.2027 ⎹ RITUS
#4 DI 25.05.2027 ⎹ ILLUSIONS
Mit Werken von Matthias Kranebitter, Corie Rose Soumah, Davor Vincze, Georgia Koumará, Manuela Kerer, Rafał Ryterski, Clemens Gadenstätter, Eva Reiter, Philip Venables, Marco Döttlinger, Alexander Schubert.
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14.3.2026 // 21:00
AspekteSALZBURG
Szene Salzburg
Michael Wendeberg, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Roland Schueler, cello
Manuel Mayr, double bass
Das aspekteFESTIVAL Salzburg und PHACE haben Ende Juni 2025 in Kooperation mit Ö1 einen Call for Scores an den vier Musikuniversitäten (Universität Mozarteum Salzburg, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Kunstuniversität Graz und Anton Bruckner Privatuniversität) ausgeschrieben. Professor*innen der jeweiligen Kompositionsklassen konnten jeweils zwei Studierende zur Teilnahme vorschlagen.
In einer deutlichen und einstimmigen Juryentscheidung wurden aus 16 Einreichungen (2 Komponistinnen, 14 Komponisten) vier Komponisten ausgewählt und damit beauftragt ein neues Werk für das AspekteFESTIVAL zu schaffen.
PROGRAMM
Dominik Wilnauer-Leitner
Friendly Machines für Flöte, Bassklarinette, Posaune, Schlagwerk und E-Gitarre, 2025/26 (UA)
Egemen Kurt
Tertium Datur für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier, 2025/26 (UA)
Noh SeungJu
Studie I für Trompete, Percussion, E-Gitarre, Klavier und Cello, 2025/26 (UA)
Parham Behzad
Enough? für Flöte, Posaune, E-Gitarre, Klavier und Kontrabass, 2025/26 (UA)
Jury:
Ludwig Nussbichler (künstlerischer Leiter aspekteFESTIVAL Salzburg),
Reinhard Fuchs (künstlerischer Leiter PHACE)
Mathilde Hoursiangou (PHACE, Pianistin & MDW, Institut für Neue Musik)
Rainer Elstner (Musikredaktion Ö1) und Co-Kurator ORF musikprotokoll)

13.Mar. 2026 // 18:45
AspekteSALZBURG
Universität Mozarteum Solitär
Michael Wendeberg, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Alvaro Collao Leon, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Igor Gross, percussion
Mathilde Hoursiangou, piano
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Sarah Dragovic, viola
Roland Schueler, cello
Manuel Mayr, double bass
Irgendwo in der Ferne, dort wo das Meer auf den Horizont trifft, treffen sich die klanglichen Welten der drei sehr unterschiedlichen Werke in diesem Konzert und finden doch einige Gemeinsamkeiten. In from shore to shore zeichnet Sarah Nemtsov einen multiperspektivischen musikalischen Bewusstseinsstrom, der zwischen Lichtstimmungen, Natureindrücken, Erinnerung und Identität oszilliert. Angeregt von 10 lyrischen Zwischenspielen in Virginia Woolfs Roman »The Waves« (1931) entwirft die Komponistin eine lebhaft-dynamische, wellenförmige Klangsprache und untersucht in subtilen Zwischentönen, mit permutierenden rhythmischen Pattern und reibungsgeladenen Mikrointervallen die inneren Seelnzustände der sechs Protagonist*innen des Romans. Den metaphorischen Blick in die Ferne richtet auch Beat Furrer in linea dell’orizzonte. Gleichzeitige Dopplung und auch Verzerrung, ähnlich wie man sie an den Rändern eines Schattenbildes erkennen kann, bilden die musikalische Grundstruktur der Komposition. Stimmen schneiden einander, unterbrechen sich, negieren und kontrastieren vorangegangene Strukturen, um schließlich aus den Widersprüchen ein verzerrtes klangliches Schattenbild zu erschaffen. Thomas Wally konstruiert spiralartige, verschlungene Klangstrukturen in seinem Concertino um die expressiven Möglichkeiten der Violine im Zentrum, während die basslastige Besetzung des Ensembles dazu einen Kontrastraum eröffnet. Es ist ein virtuoser, teils wilder Ritt, eine beständig in sich selbst drehende Konversation zwischen Violine und Ensemble, die in klanglicher und harmonischer Hinsicht von Obertonresonanzen, von Flageolets und Shepard-Tones charakterisiert wird.
PROGRAMM
Sarah Nemtsov
from shore to shore für ensemble (2024/25)
ein Auftragswerk von PHACE, in Kooperation mit dem Osterfestival Tirol,
gefördert durch ![]()
~ P A U S E ~
Beat Furrer
linea dell’orizzonte für Ensemble (2012)
Thomas Wally
Concertino für Violine und Ensemble (2024)
Kompositionsauftrag von PHACE, mit finanzieller Unterstützung des BMKOES und SKE-Fonds
