Next Generation
14.3.2026 // 21:00
AspekteSALZBURG
Szene Salzburg
14.3.2026 // 21:00
AspekteSALZBURG
Szene Salzburg
Michael Wendeberg, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Das aspekteFESTIVAL Salzburg und PHACE haben Ende Juni 2025 in Kooperation mit Ö1 einen Call for Scores an den vier Musikuniversitäten (Universität Mozarteum Salzburg, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Kunstuniversität Graz und Anton Bruckner Privatuniversität) ausgeschrieben. Professor*innen der jeweiligen Kompositionsklassen konnten jeweils zwei Studierende zur Teilnahme vorschlagen.
In einer deutlichen und einstimmigen Juryentscheidung wurden aus 16 Einreichungen (2 Komponistinnen, 14 Komponisten) vier Komponisten ausgewählt und damit beauftragt ein neues Werk für das AspekteFESTIVAL zu schaffen.
PROGRAMM
Dominik Wilnauer-Leitner
Friendly Machines für Flöte, Bassklarinette, Posaune, Schlagwerk und E-Gitarre, 2025/26 (UA)
Egemen Kurt
Tertium Datur für Flöte, Klarinette, Posaune, Schlagwerk und E-Gitarre, 2025/26 (UA)
Noh SeungJu
Studie I für Trompete, Percussion, E-Gitarre, Klavier und Cello, 2025/26 (UA)
Parham Behzad
Enough? für Flöte, Posaune, E-Gitarre, Klavier und Kontrabass, 2025/26 (UA)
Jury:
Ludwig Nussbichler (künstlerischer Leiter aspekteFESTIVAL Salzburg),
Reinhard Fuchs (künstlerischer Leiter PHACE)
Mathilde Hoursiangou (PHACE, Pianistin & MDW, Institut für Neue Musik)
Rainer Elstner (Musikredaktion Ö1) und Co-Kurator ORF musikprotokoll)

13.Mar. 2026 // 18:45
AspekteSALZBURG
Universität Mozarteum Solitär
Michael Wendeberg, conductor
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Alvaro Collao Leon, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Igor Gross, percussion
Mathilde Hoursiangou, piano
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Sarah Dragovic, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Irgendwo in der Ferne, dort wo das Meer auf den Horizont trifft, treffen sich die klanglichen Welten der drei sehr unterschiedlichen Werke in diesem Konzert und finden doch einige Gemeinsamkeiten. In from shore to shore zeichnet Sarah Nemtsov einen multiperspektivischen musikalischen Bewusstseinsstrom, der zwischen Lichtstimmungen, Natureindrücken, Erinnerung und Identität oszilliert. Angeregt von 10 lyrischen Zwischenspielen in Virginia Woolfs Roman »The Waves« (1931) entwirft die Komponistin eine lebhaft-dynamische, wellenförmige Klangsprache und untersucht in subtilen Zwischentönen, mit permutierenden rhythmischen Pattern und reibungsgeladenen Mikrointervallen die inneren Seelnzustände der sechs Protagonist*innen des Romans. Den metaphorischen Blick in die Ferne richtet auch Beat Furrer in linea dell’orizzonte. Gleichzeitige Dopplung und auch Verzerrung, ähnlich wie man sie an den Rändern eines Schattenbildes erkennen kann, bilden die musikalische Grundstruktur der Komposition. Stimmen schneiden einander, unterbrechen sich, negieren und kontrastieren vorangegangene Strukturen, um schließlich aus den Widersprüchen ein verzerrtes klangliches Schattenbild zu erschaffen. Thomas Wally konstruiert spiralartige, verschlungene Klangstrukturen in seinem Concertino um die expressiven Möglichkeiten der Violine im Zentrum, während die basslastige Besetzung des Ensembles dazu einen Kontrastraum eröffnet. Es ist ein virtuoser, teils wilder Ritt, eine beständig in sich selbst drehende Konversation zwischen Violine und Ensemble, die in klanglicher und harmonischer Hinsicht von Obertonresonanzen, von Flageolets und Shepard-Tones charakterisiert wird.
PROGRAMM
Sarah Nemtsov
from shore to shore für ensemble (2024/25)
ein Auftragswerk von PHACE, in Kooperation mit dem Osterfestival Tirol,
gefördert durch
~ P A U S E ~
Beat Furrer
linea dell’orizzonte für Ensemble (2012)
Thomas Wally
Concertino für Violine und Ensemble (2024)
Kompositionsauftrag von PHACE, mit finanzieller Unterstützung des BMKOES und SKE-Fonds

8. May. 2026 (wp)
9.-10. May. 2026
Münchner Biennale
Festival für neues Musiktheater
Muffathalle
Zara Ali, Komposition, Konzept, Text
Hannah Dübgen, Bühnenfassung, Konzept
Florentine Klepper, Deva Schubert , Regie
Hansjörg Sofka, Musikalische Leitung
Wolfgang Menardi, Set- und Kostümdesign
Julia Spinola, Dramaturgie
PHACE
Walter Seebacher, Klarinette
Michael Krenn, Saxophon
Mathilde Hoursiangou, Keyboard
Manuel Alcaraz Clemente, Percussion
Francesco Palmieri, E-Gitarre
Roland Schueler, Cello
Alexandra Dienz, Kontrabass
Nontobeko Bhengu, Sopran
Florian Stern, Tenor
Julien Horbatuk, Bariton
Andrea De Majo, Musical, Tänzer, Countertenor
Zara Ali
Codeborn – Musiktheater (2025/26, UA)
In „Codeborn“ wird die Welt einer künstlichen Intelligenz ausgesetzt. Ein unaufhaltsamer Transformationsprozess setzt ein, der sich jeder Erklärung entzieht und zugleich Faszination wie Verunsicherung hervorruft. Machtfantasien steigern sich ins Grenzenlose, alte Hierarchien zerfallen, und unmögliche Begegnungen werden zur Realität.
Zara Alis Musiktheater verweigert sich sowohl Endzeitstimmung als auch Kulturpessimismus – es ist weder Utopie noch Dystopie. Ihre Musik umfasst die ganze Spannbreite des Umbruchs und macht das Unvorstellbare hörbar.
Eine Koporoduktion der Münchener Biennale und Tiroler Landestheater Innsbruck, in Kooperation mit Bayerische Staatsoper, Ars Electronica Linz and Klangspuren Schwaz. Kompositions- und Librettoauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale.

16.Dec. 2025 // 19:30
REAKTOR
Wien, Geblergasse 40
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Roland Schueler, cello
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
Zum Ende eines schnellen und abwechslungsreichen Jahres 2025 blicken wir bei perfect contradiction zurück und nach vorne. Es ist ein vielfältiger musikalischer Jahresabschluss, sorgsam darauf bedacht, die Gegensätze ins Zentrum zu rücken, um aus den Kontrasten zu einem stimmigen (nahezu perfekten?) Zusammenspiel zu finden. Zwischen sinnlich schlängelnden Satzfragmenten und Saxophonlinien bei Ivičević und gedämpften, abgestoppten Grooves bei Cheng webt sich ein flexibles Spannungsfeld, das dazwischen in wenig erforschte instrumental-virtuose Gebiete gezogen und in die verschiedensten klanglichen Richtungen verformt wird.
Aber nicht nur die Muse, auch die Muße soll nicht zu kurz kommen an diesem Abend. Mit entspannter Atmosphäre und mit kulinarischer Begleitung (der Salat im Bild ist symbolisch und dient mehr musikalischen Zwecken) möchten wir für eine vergnüglichen, unterhaltsamen Ausklang sorgen und Lust auf das kommende Jahr mit PHACE machen.
Programm
Mirela Ivičević
Lil für E-Gitarre, Saxophon, Cello und Elektronik, 2022
Murmureln by Beatriz Ferreyra, 2003
Sarah Nemtsov
Kadosh für (verstärkte) Violine solo (mit Effektpedalen), 2021
peripheries, piece nr.5 by Katharina Klement, 2014 4’40
Kaija Saariaho
Cendres für Altflöte, Cello und Klavier, 1998
Yan Maresz
Metallics für Trompete solo und Elektronik, 1995
Growth by Natasha Barret, 2021
Huihui Cheng
Sonic leak für Saxophon, E-Gitarre, Klavier und Percussion, 2020

16. Oct. 2025 premiere
17. / 18. Oct. 2025
Wien, Odeon
Andreas Berger, Komposition/ Soundkonzept
Chris Haring, Künstlerische Leitung/ Choreografie
Stefan Grissemann, Text
Thomas Jelinek, Licht Design/ Scenografie
Liquid Loft
Corali Benard, Tanz/ Choreografie
Jackson Carroll, Tanz/ Choreografie
Cristina Commisso, Tanz/ Choreografie
Verena Herterich, Tanz/ Choreografie
Livia Khazanehdari, Tanz/ Choreografie
Katharina Meves, Tanz/ Choreografie
François-Eloi Lavignac, Tanz/ Choreografie
Dante Murillo, Tanz/ Choreografie
Ida Osten, Tanz/ Choreografie
Hannah Timbrell, Tanz/ Choreografie
Valentina Diaz, Social Media
Roman Harrer, Stage Management
Cornelia Lehner, Companie Management
Stefan Röhrle, Kostüme
Judith Thaler, Produktion
PHACE
Manuel Alcaraz Clemente, Schlagwerk
Alexandra Dienz, Kontrabass
Mathilde Hoursiangou, Klavier/ Keyboard
Roland Schueler, Cello
Walter Seebacher, Klarinette(n)
Reinhard Fuchs, Künstlerische Leitung
Markus Bruckner, Produktion
Michael Eder, PR & Social Media
Eine fiebrige Expedition ins Dunkel, in der Klänge, Körper und Objekte zu instabilen Hybriden verschmelzen: Didos Lamento als chromatischer Ground unaufhörlich hinabgleitend, zersplittert in Glissandi, Pizzicati, Bottleneck-Schreie. Erinnerungen flackern wie Stroboskope, Licht als Narkose und Rausch zugleich – ein Club, ein Grab, eine Bühne der Schatten. Stimmen, Körper, Samples, Rockmusik, Klavier-Explosionen, Field Recordings: alles bricht auseinander, alles beginnt von Neuem. Eine Hommage, eine Verfremdung, eine Verwandlung – wild, sarkastisch, intim. Musiktheater als brennende Mine, als frostiger Gletscher, als Trauerlied, das sich selbst zerreißt.
Musiktheater jenseits gegenwärtiger Opernmodelle wird in coal mine birds (als Postskriptum des Festivals ImPulsTanz) geboten: eine von zehn PerformerInnen und fünf Musikkräften auf der Bühne gebotene Choreografie als verfremdete Nachstellung einstiger Ballsituationen, in dem das Publikum eine stage-on-stage betritt, als skulpturales Umfeld in die Ereignisse gewissermaßen mit einbezogen wird. Sechs zeitgenössische Kompositionen von Simon Steen Andersen, Alessandro Baticci, Jerome Combier, François Sarhan, Agata Zubel und dem Liquid-Loft-Klangvirtuosen Andreas Berger werden live gespielt: Musik, die Historisches aktualisiert, um Künftiges zu projizieren. So zeichnet sich ein installativer Tanzabend als geisterhafte Variation eines Balls ab, in dem Maßnahmen gegen die Einsamkeit gesetzt werden, dem ersehnten Rausch, der Entgrenzung entgegen. Körper und Objekte werden zu Hybridwesen fusioniert, ungeahnt erstehend, um wieder zu zerfallen, ohne Stabilität, wie eine durch die Synapsen blitzende Idee, wie eine dringende Erinnerung oder eine Utopie, die keinen langfristigen Bestand haben kann.
Mehr dazu bei Liquid Loft.
PROGRAMM
Simon Steen-Andersen
Queen of the Night für Stimme solo (aus „Inszenierte Nacht“, 2013)
François Sarhan
Wyatt für Keyboard, Kontrabass, Vibraphon (N° 11 aus „Hell“, 2005)
Agata Zubel
Shades of Ice für Klarinette, Cello and Elektronik (2011)
Alessandro Baticci
Luminal Mirage für Ensemble und Elektronik (2025)
in einer hybriden Version mit Live- und vorab aufgenommenen Instrumenten
Jerome Combier
Laid in earth für Klavier solo und Elektronik (2019)
in einem erweiterten Arrangement für Klavier, Klarinette, Cello, Kontrabass und Elektronik (Reinhard Fuchs)
und Musik von Andreas Berger
Mit freundlicher Unterstützung von IMPULSTANZ.

31.Mar.2026 // 19:30
Osterfestival Tirol,
Innsbruck, Congress
21.09.2025 Warschau,
Warschauer Herbst (UA)
05.11.2025 // 19:30
Wien,
Wien Modern, MuTh
Pierre Jodlowski, concept – composition
– video – lights
Frank Witzel, text
Louise Sari, stage design
Polish translation: Zbigniew Naliwajek
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Michael Krenn, saxophone
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Roland Schueler, cello
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Stefan Obmann, trombone
Alfred Reiter, sound design
Voice Performers
Véronique Caye, Frank Smith, Maria Cristina
Mastrangeli, Xavier Maurel, Ulysses Mengue,
Vanessa Bettane, Philippe Langlois
Camera crew
Pierre Jodlowski
Markus Bruckner
Michael Eder
Video extras
Barbara Eder, Michael Eder, Reinhard Fuchs,
Petra Fuchs-Jebinger, Simone Göbel,
Nikolas Heep, Mia Kim, Maximilian Ölz,
Wolfgang Winter, Elfriede Wuschko
Production
Reinhard Fuchs, artistic director PHACE
Markus Bruckner, production PHACE
Emilie Roupnel, production éOle
Pierre Jodlowski
INSULÆ für sechs MusikerInnen, Video, Licht and Elektronik, 2024/25
im Auftrag von PHACE und éOle studio de création musicale, mit Unterstützung durch die
und
eine Produktion von PHACE & éOle in Koproduktion mit Warschauer Herbst, Wien Modern, Osterfestival Tirol and GRAME – Centre National de Création Musicale
1940 veröffentlichte Adolfo Bioy Casares « Morels Erfindung », eine visionäre Novelle, die zu einer Zeit erschien, als das Hollywood-Kino florierte. Weltweit wuchsen Kinos aus dem Boden, und mit ihnen entstand eine neue Form menschlicher Verbundenheit: die Möglichkeit, Emotionen, Geschichten und Zuneigung mit fiktiven Wesen zu teilen – durch Bilder, die einfach auf die Leinwand projiziert wurden.
Seitdem ist die Menschheit in eine Ära eingetreten, in der unsere Beziehung zu Bildern zentral geworden ist – und die Grenze zwischen der Realität und ihrer Darstellung schließlich verschwimmt. Diese Verwirrung, die heute durch digitale Netzwerke und unseren wachsenden Wunsch nach virtueller Existenz noch verstärkt wird, wirft eine Frage auf, die Casares bereits gestellt hat: Kann man sich in ein Bild verlieben?
Autor Frank Witzel greift diese Frage auf und komponiert ein literarisches Palimpsest, das Fragmente von Casares mit Echos von Shakespeare, Kierkegaard, Deleuze, Augé, Baudrillard usw. vermischt. Er führt uns auf eine Insel außerhalb der Zeit, gefangen in einer Endlosschleife, wo drei Figuren – ein Mann und zwei Frauen – versuchen, einer instabilen Welt durch die Auseinandersetzung mit ihren Gedanken und Gefühlen einen Sinn zu verleihen. Wie in Tarkowskis « Solaris » ist der Ozean hier kein natürliches Element, sondern ein denkender Organismus, eine mentale Projektion, die ein Eigenleben entwickelt hat.

Auch die Musiker sind Teil dieser seltsamen Welt – durch ihren Klang, ihre physische Präsenz und ihr Bild. Nach und nach erscheinen weitere Figuren auf der Leinwand. Sind es Projektionen? Werden reale Menschen in Simulakren verwandelt? Nichts ist sicher. Was hier verfolgt wird, ist eine starke Mehrdeutigkeit, die zu einer unmöglichen Gewissheit über die Definition dieser Präsenzen führt.
Diese Aufführung lädt uns ein, die durchlässigen Grenzen der Realität und die Monstrosität von Bildern zu hinterfragen – jene, die wir endlos neu erschaffen, bis wir nicht mehr wissen, was real ist.
Pierre Jodlowski ist Komponist, Performer und Multimediakünstler. Seine Musik, oft geprägt von hoher Dichte, bewegt sich an der Schnittstelle zwischen akustischem und elektronischem Klang und zeichnet sich durch dramatische und politische Akzente aus. Seine Arbeit als Komponist führte ihn zu Auftritten in Frankreich und im Ausland an Orten, die sich der zeitgenössischen Musik widmen, sowie in anderen künstlerischen Bereichen: Tanz, Theater, bildende Kunst, elektronische Musik. Sein Werk findet sich heute in vielen Bereichen wieder: Film, interaktive Installationen, Inszenierung. Er definiert seine Musik als „aktiven Prozess“ auf physischer (musikalische Gesten, Energie und Raum) und psychologischer Ebene (Beziehung zu Erinnerung und visueller Dimension des Klangs). Parallel zu seinen Kompositionen tritt er auch in verschiedenen Bereichen (Experimental, Jazz, Elektronik) auf, solo oder mit anderen Künstlern.
Seit 1998 ist er Co-Künstlerischer Leiter von éOle (Forschungs- und Produktionsstudio mit Sitz in Toulouse) und seit 2019 künstlerischer Leiter des Musica Electronica Nova Festivals, das vom Nationalen Musikforum in Breslau, Polen, veranstaltet wird. Derzeit ist er assoziierter Komponist für den Kompositionskurs am IRCAM.


sirene operntheater
im Rahmen von Wien Modern
Premiere 10. Nov. 2025 // 19:30
12.-17. Nov. 2025 // 19:30
Jugendstiltheater am Steinhof
Tomasz Skweres, Musik
Kristine Tornquist, Text
Johann Leutgeb, Heribert Büxenstein
Horst Lamnek, Hermann Hagedorn
Andreas Jankowitsch, Hartmuth Sägebarth
Juliette Mars, Stella Sorell
Ewelina Jurga, Mira, Pflegerin
Vladimir Cabak, Mirko, Pfleger
Maida Karišik, Regine
Schellpfeffer, Direktorin
Dieter Kschwendt-Michel, Maximilian
Notnagel, Hausarzt
Christa Stracke, Lotte Lange
PHACE
Doris Nicoletti, Flöte
Reinhold Brunner, Klarinette
Michael Krenn, Saxophon
Jason Pfiester, Horn
Stefan Obmann, Posaune
Maria Mogas Gensana, Akkordeon
Hannes Schöggl, Schlagwerk 1
Igor Gross, Schlagwerk 2
Tina Zerdin, Harfe
Anna Lindenbaum, Violine
Sophia Goidinger-Koch, Viola
Barbara Riccabona, Violoncello
Maximilian Ölz, Kontrabass
Reinhard Fuchs, Leitung
Markus Bruckner, Produktion PHACE
Michael Eder, Assistenz
Antanina Kalechyts, Musikalische Leitung
Kristine Tornquist, Regie
Michael Liszt, Markus Liszt, Bühne
Nora Scheidl, Kostüm
Alexander Wanko, Lumiture, Licht
Bärbel Strehlau, Choreographie
Germano Milite, Video
Luisa Liebe, Maske
Ada Günther, Regieassistenz und Inspizienz
François-Pierre Descamps Tatjana
Kandyba. Hibiki Kojima. Vasilis
Tsiatsianis, Korrepetition und Studienleitung
Mateusz Ryczek. Philipp
Manuel Gutmann. François-Pierre
Descamps, Material
Lea Kazda, Kostümassistenz und Garderobe
Adam Lebesmühlbacher, Bühnenbau und Mitarbeit
Selina Rosa Nowak, Produktionsasistenz
Piéri Descamps. Isabella Zeisner.
Sascha Miljkovic. Johann
Ebert. Kevin Koller.Petar Pfundner, Mitarbeit
Zine Tornquist, Grafik
Isabelle Gustorff, Limits. Vortragsreihe
Barbara Vanura, PR und Presse sirene
Sylvia Marz-Wagner, PR und
Presse Wien Modern
Andreas Friess, Julia Várkonyi, Fotographie
Peter Landsmann, Paul Landsmann, Filmmitschnitt
Jury Everhartz, Produktionsleitung sirene
Abendsonne
Kammeroper mit einem Text von Kristine Tornquist mit Musik von Tomasz Skweres (UA)
Auftragswerk des sirene Operntheaters 2025. © Edition Ludwig Doblinger (B Herzmansky) bei Bosworth & Co. Ltd. – Bosworth Music GmbH / Wise Music Group
Eine sirene-Produktion bei WIEN MODERN im Jugendstiltheater am Steinhof | PHACE | mica
Die Seniorenresidenz Abendsonne bedeutet für die alten Bewohner die Endstation ihres Lebens, für das junge Pflegepersonal viel Arbeit, für die Leitung ein ausbaufähiges Geschäftsmodell. Unruhe entsteht, als Büxenstein eine Krebsdiagnose erhält. Als pensionierter Arzt weiss er, dass er nur noch wenig Zeit hat. Nach einem Gespräch mit Stella, die sich in metaphysischen Fragen auskennt, verfestigt sich in ihm die Idee, seine Wiedergeburt in die Wege zu leiten. Seine Freunde Hagedorn und Sägebarth sind nach einigen Zweifeln bereit, ihm zu helfen. Nach Stellas Rezept braucht man nur ein junges Liebespaar – also planen sie, die junge Pflegerin Mira und den neuen Pfleger Mirko zu verkuppeln. Büxenstein schreibt sein Testament, in dem er Mira und ihr zukünftiges Kind – also sich selbst – reich bedenkt. Und tatsächlich, die beiden jungen Menschen verlieben sich ineinander. Stella ist in die Pläne nicht eingeweiht, aber sie liest drohendes Unheil aus den Karten und macht sich Sorgen. Als das Liebespaar von den alten Herren endlich in die Liebesnacht gelotst wird, scheint der Plan aufzugehen. Im letzten Moment kommt es anders… Eine Tragikomödie des Überlebens von Tomasz Skweres (Musik) und Kristine Tornquist (Libretto und Regie), erstmalig auf die Bühne gebracht vom sirene Operntheater.
Mehr dazu bei sirene.at

21.Mar.2026 // 19:30
Wiener Konzerthaus,
Berio-Saal
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
PROGRAMM
Arturo Fuentes
SKULPT für Instrumente und Automaten, 2025/26 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE, mit finanzieller Unterstützung durch BMKOES
Yuheng Chen
To a Bubbling Fountain Stirr’d with Wind, für Saxophon, E-Gitarre, Keyboard, Percussion und Kontrabass, 2025/26 (UA)
Kompositionsauftrag von PHACE mit Unterstützung des SKE-Fonds und Stadt Wien Kultur
Zara Ali
thermo_doxa für Klarinette, Viola, Drumset und Elektronik, 2024
Enno Poppe
Fleisch für Saxophon, E-Gitarre, Klavier und Schlagwerk, 2017
Agata Zubel
Shades of Ice für Klarinette, Cello und Elektronik, 2011
Sehr systematisch und zielgerichtet zerlegt Enno Poppe in Fleisch die Idiomatik der Rockmusik. Aus den resultierenden Phrasen und Schnipseln, die nur noch in Ansätzen an oft gehörte Stehsätze und Stereotype erinnern, fügt sich ein kurzweiliges Klangbild, dass die Ausdruckskräfte des Rock in einer neuen Art bündelt und freigelegt. Yuheng Chen versucht mit seiner Musik die Möglichkeiten klanglich-instrumentaler Modulationen zu erkunden und deren Grenzen auszureizen. In seinen Werken finden sich oft bildgebende Momente, die beim Hören fast schon konkrete Situationen entstehen lassen. Wir sind schon gespannt, was die Uraufführung seines neuen Werks für PHACE bereithält. In thermo_doxa eröffnet Zara Ali einen durch und durch faszinierenden Klangraum: antreibend, aufreibend, energetisch und doch balanciert und nuanciert. Sie zeigt wenig Berührungsängste oder Bedenken, sich bei den musikalischen Ausdruckstechniken von EDM bis Techno zu bedienen, um daraus ein brachial-feinfühliges klangliches Hybridwesen zu schaffen, das die Stärken von Instrumenten und Elektronik vereint. Und auch Arturo Fuentes, mit dem wir über die Jahre zahlreiche spannende Projekte verwirklicht haben, steuert ein neues Werk bei. Seine Musik steht an den Schnittstellen von Genres und ästhetischen Formen und wird oft von einer Mischung aus digitalen, visuellen, akustischen oder materiellen Medien erweitert. Welche Automaten in SKULPT den Ton angeben werden, bleibt vorerst noch unklar.
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3.Jun.2026 // 19:30
Wiener Konzerthaus,
Berio-Saal
PHACE
Doris Nicoletti, flute
Walter Seebacher, clarinet
Reinhold Brunner, clarinet
Michael Krenn, saxophone
Spiros Laskaridis, trumpet
Stefan Obmann, trombone
Mathilde Hoursiangou, piano
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, e-guitar
Ivana Pristašová Zaugg, violin
Petra Ackermann, viola
Roland Schueler, cello
Maximilian Ölz, double bass
Alexandra Dienz, double bass
and many more …
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
PROGRAMM
Georg Friedrich Haas
Solstices für zehn Instrumente, in völliger Dunkelheit aufzuführen, 2018
Eingehüllt in absolute Dunkelheit, treten die Klänge in Solstices von Georg Friedrich Haas in ungeahnter Intensität und Brillanz zu Tage. Wie in Zeitlupe entwickelt sich das musikalische Geschehen und zieht die Zuhörer*innen in einen meditativen Sog aus langfristigen Wellenbewegungen und Entwicklungsprozessen. Die Eigenwilligkeit im Zusammenspiel der Instrumente, die Stimmung, die mikrotonalen Verschiebungen – die im üblichen, temperierten Kontext oft so unsauber erscheinen – kommen hier in aller Deutlichkeit als klangliche Entitäten mit ganz eigenständigem Charakter zum Vorschein und offenbaren selten gehörte Harmonien.
Die vollständige Finsternis ist nicht nur für die Musiker*innen, die das gesamte Stück auswendig lernen müssen, eine Herausforderung. Auch die Zuhörerinnen und Zuhörer sollten sich auf ein intensives, forderndes Hörerlebnis einstellen, bei dem die Aufmerksamkeit wandert und die Gedanken vielleicht in überraschende Gebiete verreisen, um mit der Morgenröte zurückzukehren. Die Sonnenwende im Titel bezieht sich wohl nur bedingt auf die Finsternis im Konzertsaal, mit der Haas schon länger in seinen Werken hantiert. Der Komponist bezeichnete das Werk als Liebeslied, gewidmet seiner Frau Mollena, die er zur Wintersonnenwende kennenlernte und zur Sommersonnenwende heiratete.
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23.Jan.2026 // 19:30
Wiener Konzerthaus,
Berio-Saal
Sarah Maria Sun, voice
PHACE
Michael Krenn, saxophone
Manuel Alcaraz Clemente, percussion
Francesco Palmieri, electric guitar
Roland Schueler, electric violoncello
Mathilde Housiangou, synthesizer
SOUND DESIGN
Alfred Reiter
PROGRAMM
Bernhard Lang
The Travel Agency is on Fire für Stimme, fünf Instrumente und Elektronik, 2021 (ÖEA)
Text: William S. Burroughs
Immer wieder wandern Loops und Samples durch den Gehörgang, von Elektronik und Effekten verzerrt und gedoppelt, von Patches und digitalen Algorithmen verformt und neu strukturiert, bis die Wahrnehmung umschaltet und aus der Überlagerung ein anderer Sinn erwächst. Wiederholung und Mutation sind Programm in den Werken von Bernhard Lang, an diesem Abend stimmgewaltig unterstützt von Sarah Maria Sun, einer der wohl herausragendsten Vokalinterpretinnen unserer Zeit. The Travel Agency is on Fire basiert auf einer Auswahl von „Cut-up“-Experimenten von William S. Burroughs zu Texten einer Reihe kanonischer Schriftsteller, von William Shakespeare und Arthur Rimbaud bis hin zu William Wordsworth und James Joyce. Burroughs wählte die Quellentexte aus, zerschnitt sie und stellte die Fragmente nebeneinander, um zufällige Wortkombinationen auszuwählen und neue Wort-Kompositionen zu schaffen. The Travel Agency is on Fire, das erst seit 2010 in den Archiven verfügbar ist, fasziniert Wissenschaftler und Burroughs-Fans gleichermaßen, da es die experimentellen Prozesse beleuchtet, die Burroughs‘ Werk zugrunde liegen. Musikalisch werden die Cut-Up-Strategien, die Burroughs zusammen mit Brion Gysin entwickelt und in den Filmen mit Anthony Balch und Ian Sommerville visualisiert hatte, auf verschiedene Weise referenziert: wesentlich ist hier die Burroughs’sche Maxime: „Play it back, Play it back, Play it all back“, die auf eine Bewusstseinsveränderung durch Überlagerung und Dopplung des Realen mit Samples und Loops hinweist
18:45 Neuer Salon
Juri Giannini im Gespräch mit Bernhard Lang und Sarah Maria Sun
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